Freiheitskriege – Brandt, Friedrich, Sergeant (1782-nach 1836).

1.250,00 

„Mein Tage-Buch nebst einen Anhang meines Lebens. – Geschrieben – Während den Traurigen-Tagen meiner Gefangenschaft im Jahre 1811 /12 -13 – und 14.“ Deutsche Handschrift auf Papier. Gefängnis Valleyfield (bei Edinburgh) und Dessau, 1813-36, 4° (ca. 19 x 16 cm). Titel, Vorwort und 135 nummerierte Seiten. Einfache blaugraue Pp. d. Zt. (etw. wellig und fleckig, bestoßen)..

Vorrätig

Beschreibung

Unvergleichliches Zeitdokument und historische Quelle. – Tagebuch und Autobiographie des Sergeanten Friedrich Brandt vom 1. Anhaltischen (Infanterie-)Bataillon des 5. Regiments des Rhein-Bundes. – Aus der Zeit der Befreiungskriege, die der gebürtige Dessauer als Rheinbund-Soldat, dann als (zuerst spanischer, später englischer) Kriegsgefangener erlebte. – Das gewandt und lebendig geschriebene Tagebuch enthält eine kurze Schilderung des napoleonischen Feldzuges von 1809 gegen Österreich, an dem Brandt in der Armee Marschall Lefebvres teilgenommen hatte, und des anschließenden Rückzuges aus Tirol sowie des Krieges gegen Spanien, den er 1810 in der Armee Marschall Augereaus mitmachte. Der ausführlichere Teil beschreibt seine Gefangennahme nach der Schlacht bei Palamos Mitte September sowie die Jahre seiner Gefangenschaft in Spanien („auf den Inseln Majorka und Minorka“) und seit 1812 in Schottland, von wo er Ende April 1814 nach Dessau zurückgekehrt ist. – Mit einer Zeichnung (Lageskizze) des Gefängnisses in Valleyfield auf S. 74 in Tuschfederzeichnung. – Die letzte Eintragung stammt aus dem Jahre 1836 und ist „im 55sten Lebensjahre“ geschrieben. – Einige Seiten lose, etwas braunfleckig. – Beiliegend eine maschinenschriftliche Volltranskription in 88 DIN A 4-Seiten.