Höller, Karl, Komponist (1907-2007).

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Frankfurt, [ca. 1937], Gr.-8°. 4 Seiten.

220,00 

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Beschreibung

Inhaltsreicher Brief an den Freund und Cellisten Ludwig Hoelscher (1907-1996): “[…] Mittlerweile habe ich mich schon ganz ordentlich in Frankfurt eingenistet und finde es gar nicht so übel […] In Frannkfurt hörte ich, daß Verhandlungen im Gange wären mit Kulenkampf, der hier gastweise unterrichten soll. Außerdem sprach man von Metzmacher, doch weiß ich nicht, was es da für Schwierigkeiten gibt. Er sollte dann wahrscheinlich gleich Solocellist im Orchester werden. […] Ich habe eine ganz interessante Tätigkeit, besonders das Orchester macht mir viel Spaß. Pfingsten will ich nach Paris zur ‘Hymnenaufführung’ [4 symphonische Sätze über gregorianische Choralmelodien, op. 18] und anschließend nach Dresden zum ‘Frascobaldi’ [Symphonische Phantasie über ein Thema von Frescobaldi, op. 20] unter Böhm […]”. – Alwin Georg Kulenkampff-Post (1898-1948) war einer der bekanntesten deutschen Violinvirtuosen der 1930er Jahre. Rudolf Metzmacher (1906-2004) wurde 1938 als Professor nach Frankfurt berufen. Höller lehrte seit 1937 Komposition, Dirigieren und Orgel an Dr. Hoch’s Konservatorium und ab 1938 an der Staatlichen Hochschule für Musik in Frankfurt am Main. wo er auch das Hochschulorchester und die Abteilung für Katholische Kirchenmusik leitete. – Gelocht.