Schönberg, Arnold, Komponist (1874-1951).

Maschinengeschriebener Brief mit eigenhändiger Unterschrift Brookline, Mass., 24. III. 1934, 4°. 1 Seite, mit Schönbergs Briefkopf.

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Beschreibung

An den Komponisten und Dirigenten Emil Hilb (1890-1969), über ein Konzert zu Ehren von Albert Einstein in der New Yorker Carnegie Hall: “[…] es tut mir furchtbar leid, Ihnen sagen zu müssen, dass ich am 1. April höchstwahrscheinlich nicht werde in New York sein können. Ich bin nicht wohl (dieses Klima) und übermüdet und werde voraussichtlich Dienstag (27. III.) ein besseres Klima für 8-10 Tage aufsuchen müssen. Es tut mir das sehr leid wegen des schönen Zweckes und auch wegen Prof. Einstein. Aber ich kann es leider augenblicklich nicht ändern. Gerne aber stehe ich Ihnen für den gleichen Zweck nach dem 8. April zur Verfügung und würde mich sehr freuen, wenn ich die Gelegenheit fände, das Meinige zur Hilfe für all diese Unglücklichen beizutragen. Jedenfalls bitte ich Sie Prof. Einstein und Prof. Godowsky meine hochachtungsvollen Grüsse zu übermitteln […]”. – Das Konzert fand dann doch in Anwesenheit Schönbergs am vorgesehenen 1. April statt, worüber das “Jewish Daily Bulletin” am 2. IV. 1934 berichtete: “3.500 Honor Einstein at Carnegie Hall […] on the eve of his departure for Europe […]. The tribute to the scientist was paid in the form of a concert in which operatic and concert stars participated and which was attended by many musicians and composers. Leopold Godowsky, who acted as chairman, sat with Professor Einstein and Mrs. Einstein in a box, Arnold Schoenberg, Austrian-Jewish composer, and Mrs. Schoenberg were also among those who came to honour the scientist […]”. – Organisiert wurde das Konzert vom Pianisten und Komponisten Leopold Godowsky (1870-1938) und dem Adressaten des Briefes: “The Proceeds of the concert, arranged under the auspices or the Council of Jewish Organizations on Palestine, will go to the Fund for settling German Jewish refugee Children in Palestine. Leopold Godowsky and Emil Hilb are supervising the arrangements for the program, which is expected to include a long list of renowned to include a long list of renowned musicians” (Jewish Daily Bulletin, 26. II. 1934).