1802 – Brentano, Franz, Frankfurter Großkaufmann, Halbbruder von Clemens und Bettine Brentano (1765-1844).

Handschriftlicher Brief mit Unterschrift "Frz. Brentano". Frankfurt am Main, 27. XII. 1802, 4° (22,5 x 19 cm). 1 Seite. Doppelblatt mit Adresse und Siegelausschnitt sowie Poststempel und Registraturvermerk.

750,00 

Vorrätig

Beschreibung

An den Kaufmann Johann Jakob Castell (1737-1822) in Schwyz bei Gelegenheit einer Mustersendung: “Ich sehe mich mit Ihrem werthen vom 20. d[ieses] | schwehre blaue, u. die grüne Waare gilt hier nach Muster No. 1. x [Kreuzer] 37 1/2 | Mittel Gattung nach No. 6 x 24 1/2. | ora nach Muster No. 5 x 34. | Wählen Sie und waß bey Antwort frey stehet zu Befehl; dieses sind Preiße zu denen ich alle Tage verkaufe, und an denen sich nichts abdingen lässet. Bemerken Sie sich, daß Caffe im Auftrag [?] sie d. p. Gr. | feine helle Carotten rh. 20 | prima detto rh 23 1/2. | soviel bey Antwort frey […]” – Franz Brentano wurde nach dem Tod seines Vaters am 9. März 1797 Chef der Familie Brentano und damit auch des Frankfurter Handels- und Bankhauses Brentano. Seit Herbst 1806 bewohnte er u. a. im Sommer mit seiner Familie das sog. Brentanohaus in Winkel im Rheingau. Zu den vielen Gästen aus Politik und Kultur, die bei ihm einkehrten, zählten Johann Wolfgang von Goethe, Beethoven, die Brüder Grimm und Freiherr vom Stein. Er unterstützte Beethoven mehrfach mit großzügigen Darlehen. – Frankfurter Biographie I, 103. – Gut erhalten.