Bülow, Alfred von, Diplomat (1851-1916).

132,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift sowie masch. Brief mit eigenh. Nachschrift und Unterschrift Bern und Luzern, 26. IX. 1911 und 4. IV. 1916, Kl.-4°. Zus. ca. 4 1/2 Seiten.

Vorrätig

Beschreibung

I. (26. IX. 1911) An den Diplomaten Gottfried von Böhm: “[…] Was die Norddeutsche Allgemeine Zeitung meldete, ist richtig! Ich bin, wie man mir erst vor kurzem in nicht offizieller Weise mittheilte, für den Dresdner Posten in Aussicht genommen. Bis zu meinem dortigen Amtsantritt wird aber geraume Zeit vergehen: wahrscheinlich noch bis in den nächsten Sommer hinein. Ich gestehe, es wird mir sehr schwer, mich an den Gedanken meines Ortswechsels zu gewöhnen. Aber auch das wird überstanden werden. Zunächst sind wir froh, noch bis auf Weiteres hierbleiben zu dürfen […]” – II. (4. IV. 1916) An eine Exzellenz: “[…] Mit lebhaftem Interesse habe ich von der mir freundlichst übersanden Schrift Kenntnis genommen, die ich mit meinem verbindlichem Dank in besonderem Couvert Ihnen zurücksende. Sie trägt den schönen Titel: ‘La vérité’. Möchte die Wahrheit, die aus diesem Buch spricht, ihren Einzug in viele französische Herzen halten und dadurch bei unsern Gegnern Einkehr und Umkehr herbeiführen. Gewiss ist die Stimme des trefflichen Autors heute noch die vox clamantes in deserto; aber die Welt hat oft erlebt, dass die Wahrheit, anfänglich nur von wenigen begriffen, allmählich immer weitere Kreise gewinnt […]” – Der Sohn Bernhard Ernst von Bülows und Bruder des späteren Reichskanzlers Bernhard von Bülow trat nach dem Studium in den diplomatischen Dienst ein und wurde Botschaftsattaché in Konstantinopel, später Legationssekretär bei der preußischen Gesandtschaft in Stuttgart. Nach Tätigkeiten in Rom, Bern, Den Haag und St. Petersburg war er seit 1893 Kaiserlicher Ministerresident in Luxemburg, preußischer Gesandter an den Höfen in Oldenburg, Braunschweig und Lippe und 1898-1912 Deutscher Gesandter in Bern.