Stägemann, Friedrich August von, Staatsmann und Dichter (1763-1840).

275,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Berlin, 1. IX. 1825, Gr.-4°. 1 Seite.

Vorrätig

Beschreibung

„Ich habe doch mich geirrt. Die Kab. Ordre vom 11. Junius 1825 fol. 167 v. in den beikommenden Acten sagt allgemein: | Die Berichte der Regierungen werden, wo nicht Gefahr im Verzuge an Sie und das betreffende Ministerium zugleich gerichtet und mit Ihren etwaigen Veränderungen an das Nächste befördert. | Die Sache ist also wichtig, wenn aber bei dem hiesigen Eingange des Berichtes keine Veränderungen mitkommen, so ist die Co-Addreße so gut als nicht geschrieben anzusehen und nur ein Umweg über Magdeburg entstanden, der bei der Schnellpost-Einrichtung zu übersehen seyn wird. Eben erhalte ich einen Brief aus Magdeburg, worin das auch vorkommt, worüber wir gestern sprachen. Ersterer, heißt es, ist kein Kirchenlicht, noch ein sittlicher, tugendlicher, geachteter Mann. Letzterer ein Vertreter des Schulwesens, ohne Gelehrsamkeit, ohne welthistorische Ansichten, ein eitler Schauspieler auf der schlechten Bühne der Glükkspilze, hat aber größeren moralischen Werth, als der Andere, und möchte, wenn es sonst ginge, gern Großes und Gutes wirken […] Das Hippelianum erfolgt sub pet. […]“ – Stägemann war enger Mitarbeiter Hardenbergs, gehörte seit 1817 dem Staatsrat an, leitete 1819-21 die „Allgemeine Preußische Staats-Zeitung“ und wurde 1823 Chef der Staatskanzlei. Stägemann, in dessen Berliner Haus u. a. Achim und Bettine von Arnim, Clemens Brentano und Heinrich von Kleist verkehrten, publizierte Gedichte im „Berlinischen Musenalmanach“ sowie in selbständigen Bänden. – Knickfalte mit Einrissen.