Bernoulli, Carl Christoph Friedrich, Kunsthändler (1897-1981).

200,00 

3 eigenhändige Briefe mit Unterschrift Basel, 7. II. und 17. II. 1968, Fol. und 4°. 5 Seiten. Gedruckter Briefkopf.

Vorrätig

Beschreibung

An den Kunsthändler Carl Laszlo (1923-2013), nach einem Besuch in dessen Haus: “[…] Ich war froh Ihr Haus, Ihr Traumhaus gesehen und erlebt zu haben. Als ich hiemkam sprachen wir noch lange von den vielen Eindrücken […]. Ihr Carus hat mir riesig beeindruckt. Wenn Sie sich von dem grossartigen und geheimnisvollen Bilde trennen könnten wäre ich auch ohne literarische Bindung an den Mann (+1869) Liebhaber […]” (7. II. 1968). – “[…] Der Almanach von 1966 liegt neben meinem Bette. Er erfreut mich, er ernährt mich und ich danke Ihnen dafür. Wir sehen vieles wieder was wir schon Sonnenweg gesehen haben, das Pandermaheft fait le plaisir […]”. – Laszlo gab seit 1957 u.a. die Zeitschrift “Panderma” heraus. Dass Bernoulli keinen Bezug zu Carl Gustav Carus hatte, stimmt indes nicht ganz. Er hatte 1925 über “Die Psychologie von Carl Gustav Carus und deren geistesgeschichtliche Bedeutung” promoviert. – In Berlin lernte Christoph Bernoulli den Kunsthändler Curt Valentin kennen, für den er 1921 zwei Picassos an einem Tag verkaufte. Auch mit dem Kunsthändler Alex Vömel verband Bernoulli eine enge, langjährige Beziehung. Durch seine vielfältigen Kontakte fungierte er nach seiner Rückkehr nach Basel für viele seiner (emigrierten) Bekannten aus der Kulturszene als Aufbewahrer und Händler von Fluchtgut. Unter anderem lagerte er für Thomas Mann, den er nicht persönlich kannte, dessen “Josefs-Bibliothek”.