Brauer, Arik (Erich), Maler, Grafiker, Bühnenbildner, Sänger und Dichter (geb. 1929).

15 eigenhändige Briefe mit Unterschrift sowie eigenh. Postkarte mit Unterschrift Ohne Ort (Paris und Wien), 1958-65, Verschied. Formate (Fol. und 8°). Zus. ca. 24 Seiten.

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Vorrätig

Beschreibung

Sehr schöne Brieffolge an den Kunsthändler Carl Laszlo (1923-2013). – Aus Paris mit Berichten, u. a. über einen Besuch im Atelier von Chagall: „Von Marlene Diterich [!] habe ich bis jetzt nur erfahren daß sie privat wohnt und für keinen Sterblichen zu sprechen ist, mit einem aufgehenden Filmstar wurde ich bekannt auf einer Parti […]“ – „Die Surrealistenausstellung ist eine große Sensation, bei der Vernissage wurde eine nackte Frau mit Senf und Schokolade gespickt serviert und ein Tohnband [!] vermittelte Damengestöhne […]“ – „(Hundertwasser hat ein großes Spinatkochen veranstaltet) […] Die ‚Hexe‘ haben wir bei der Vernissage vom Fuchs verkauft (Gottes Wege sind wunderbar) […]“ – „Anbei die gewünschten Daten. Geboren – Wien 4. I. 1929 – 1938-1945 rassisch verfolgt – 1945-1952 Akademie der Bildenden Künste in Wien […] 1958-1960 Paris […]“ – Über seine Zusammenarbeit mit Ernst Fuchs, seine Bilder „Rakete“, „Die schöne Leiche“ u. a., Schulden für Bilderverkäufe, seine Frau Neomi, Bilder, Ausstellungen, Klischees, Drucke, Radierungen u. v. m. – Brauer gilt als einer der Hauptvertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. – Beiliegend ein Vertrag mit eigenh. Unterschriften von Brauer und F. Hunderwasser („Stowasser“ und „Hundertwasser“) sowie ein Ausstellungskatalog aus Paris 1959. – Sehr selten.