Brock, Bazon, Künstler, Dramaturg und Kunsttheoretiker (geb. 1936).

250,00 

2 eigenhändigen Postkarten, 3 masch. Postkarten mit eigenh. Zusätzen und 2 masch. Briefe, jeweils mit eigenhändiger Unterschrift Luzern, Frankfurt, Itzehoe, 20. V. 1959 bis 4. II. 1960, Fol. und Quer-8°. Zusammen ca. 13 Seiten, teils mit gedrucktem Briefkopf “Stadttheater Luzern”.

Vorrätig

Beschreibung

An den Kunsthändler und Verleger Carl Laszlo (1923-2013), aus Brocks ersten Jahren als Autor und Dramaturg in Luzern, über verschiedene gemeinsame Projekte: “[…] Studium bäh, arbeite gerade an einem Clou mit Zeitzünder […] Theorie des Nichtwerks arbeitet z.T. mit Stanzformen, 5 Reproduktionen, Bilderrastern etc. Bildmaterial noch nicht vollständig. Druck wird also sehr teuer. Aber ist Deine Sache, laß nur die Pilze wachsen […]. Es gilt mehr aus – als einzuatmen. immermehr! […] kann Dir mitteilen, daß die ‘Theorie ..’ ein recht merkwürdiges Buch wird, eine Abschleuderung der kleinen Menschenteilchen […] nicht als exzeptionelles Ereignis, sondern als Zuständlichkeit / was man auch immer mit Menschen treibt […] Ansonsten zusammen mit Uecker in ‘d’ am kommenden Freitag. Am 20. 9. in Hannover Demonstration plus Tieropfer […] Du weiß, daß ich dich trotz deiner mehr liebe als meine Feinde, da dir ein kräftigees Schwert aus der Hose hängt […]”. – Brock gilt als Vertreter der Fluxus-Bewegung. Er absolvierte seit 1957 eine Ausbildung in Dramaturgie, arbeitete ab 1960 als Dramaturg am Stadttheater Luzern, studierte nebenbei in Zürich und schrieb erste Aktionslehrstücke. Später beteiligte er sich mit Joseph Beuys, Wolf Vostell und Hundertwasser an Happenings, u.a. 1965 am 24-Stunden-Happening in der Galerie Parnass in Wuppertal. “Das Nichtwerk” erschien 1960 in Itzehoe. – Beiliegend Brocks Visitenkarte mit dem Fluxus-Motto “Wollt ihr das totale Leben”.