Reinhardt, Carl (August), Maler und Schriftsteller (1818-1877).

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Dresden, 6. II. 1847, Gr.-4°. 1 Seite. Mit rückseitiger Adresse. Bläuliches Papier.

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Beschreibung

An den Verleger Georg Wigand in Leipzig: „[…] Daß Sie noch keine Zeichnungen von mir erhielten liegt nicht in meiner Schuld. Die zur Comödie habe ich zu machen versucht, aber wieder zerrissen weil sie mir nicht gefielen, ich hoffe daß die nächsten besser werden sollen. Dann habe ich wie Sie wissen die 50 Mittel gegen läst[ige] Gläubiger [von Franz Anton Lubojatzky, 1849] fertig zu zeichnen, und der Verleger [Meinhold] kommt alle Tage 2-3 mal zu mir und heult mir die Ohren voll wenn er mich bei etwas anderen beschäftigt findet. Deshalb möchte ich diese Geschichte ganz vom Halse haben, ich habe etwa noch 8 Tage zu tun, und bitte Sie recht sehr noch diese Zeit zu warten, ich werde ihre Zeichnungen immer mit vornehmen und sie gewiss nicht auf die lange Bank schieben […]“ – Reinhardt lebte nach 1860 in Dresden. „Es war Reinhardts blühendste Zeit, in welcher er als ein skurriler Komiker ersten Ranges, als ein wahrer artistischer Clown […] excellirte [… Er ist] als Vorläufer von W. Busch und Oberländer beachtenswert. Er darf künftig in keiner Geschichte der komisch-grotesken Kunst übergangen werden.“ (ADB XXVIII, 69). – Vgl. Bernd Dolle-Weinkauff, Die Bildgeschichten des Carl August Reinhardt. In: Deutsche Comicforschung, 2005. – Aus den Sammlungen Künzel und Fischer von Röslerstamm.