Reinhardt, Franz, Maler (1904-1965).

"Franz von Assisi". Mappe mit 14 meist signierten mont. Gouachen mit eigenh. Beschriftung auf den Trägerblättern. München, 1922, Fol. In Hlwd.-Mappe der Zeit mit aufkaschierter Gouache, signiert "Franz Reinhardt 22.".

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Beschreibung

Einrucksvoller Bilderzyklus zum Leben des Heiligen Franz: Befreiung der Tauben aus dem Käfig, Traum des hl. Franz vorm Palast, Predigt, Leichenwaschung, Franz auf dem Berge Alverna, Versuchung bei Portiuncula, Tod des Edlen von Celano, die hl. Klara verehrt den hl. Franz, Franz besteht die Feuerprobe, Aufnahme des Bruder Ägidius, Krippenfeier in Croccio, Tod des hl. Franz, Papst Innozenz bestätigt die Regel Franz, Franz erhält die Wundmale. – 1904 in München als Sohn des Kunstakademieprofessors gleichen Namens geboren, gilt Franz Reinhardt bereits mit 10 Jahren als Wunderkind. Zusammen mit Max Slevogt illustriert er das Buch „Die Kinder und der Krieg“. Ein Selbstmordversuch, dessen Folgen ihn zeitlebens zeichnen, beendet Anfang der Zwanziger Jahre (1923) seine Karriere. Zwischen 1933 und 1945 lebt er meistenteils versteckt in Ungarn und Paris, das er besonders liebt. Seine Malerei, ein vitaler Expressionismus, wird von den Nationalsozialisten zur ‚Entarteten Kunst‘ gezählt. Ende November 1965 stirbt Reinhardt im Alter von 61 Jahren. Seine Werke wurden vom bayerischen Staat und den Städtischen Sammlungen, München angekauft.