Schneider, Sascha, Maler und Bildhauer (1870-1927).

450,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Ohne Ort, 22. XI. 1894, 8°. 4 Seiten. Doppelblatt.

Vorrätig

Beschreibung

An den Maler Max Klinger (1857-1920). Klinger hatte bei der Mäzenin Marie Meyer in Freiburg ein Stipendium für Sascha Schneider erwirkt: „Wie soll ich Ihnen danken! Ich habe Sie für unseren größten künstler der jetztzeit gehalten, daß Sie aber auch zugleich einer der edelsten menschen sind, davon konnte ich mich eben überzeugen; ich drücke Ihnen im geiste beide hände, empfangen Sie meinen heißesten dank. Selbstverständlich nehme ich das stipendium mit dem gefühl größten glückes an, denn dann bin ich frei. Nennen Sie mir den namen der hochherzigen frau, daß ich ihn dankend nennen kann. Ich sage ihr und Ihnen meinen wärmsten und aufrichtigsten dank. Auf dem postamt habe ich nachgesehen, auch sonst geforscht, der brief ist nicht zu ermitteln. Dagewesen ist er, sonst wüßte ich ja auch nichts davon, aber die post behauptet ihn nicht in den händen gehabt zu haben. Schöne wirtschaft! Oder sollten Sie ihn doch schon haben. Ich werde, wenn der brief innerhalb dieser woche nicht bei mir anlangen sollte, mich direkt an die Postdirektion wenden, wenn der Brief eingeschrieben war, muß sie dafür aufkommen. Ich hoffe, daß alles ins reine kommt, damit Ihnen keine scheerereien werden. Ich danke Ihnen nochmals warm […]“ – Marie Meyer war die Witwe des Hamburger Industriellen Heinrich Adolph Meyer. – Schneider lernte 1903 Karl May kennen, der bei ihm das Wandgemälde „Der Chodem“ bestellte. Wenig später beschloss May, seine Reiseerzählungen im Verlag Fehsenfeld mit neuen symbolistischen Deckelbildern von Sascha Schneider ausstatten zu lassen. – Sehr selten.