Maria Theresia, römisch-deutsche Kaiserin (1717-1780).

Brief mit eigenhändiger Unterschrift Wien, 5. XII. 1762, Fol. 1 1/2 Seiten. Mit Adresse.

Nicht vorrätig

Beschreibung

Kurz vor Beendigung des Siebenjährigen Krieges an den Fürstbischof von Bamberg, Adam Friedrich Graf von Seinsheim, dessen Land einen “abermaligen Preussischen Einfall” zu erleiden hatte: ” […] Ich weiß gar wohl, daß mit dem blossen Bedauern weder gedienet, noch geholffen ist, und eben deswegen habe Ich die widrige Begebenheit nicht abgewartet, sondern Ich bin schon zum Voraus auf Mittel und Weege bedacht gewesen, wie dem Übel zu steuren möglich seye, da Ich aber auf allen Seiten die gröste Schwierigkeiten vor Mir sahe, Meinem inbrünstigen Verlangen ein hinlängliches Genügen zu leisten, so habe Ich kein Bedencken getragen, mit Hindansetzung Meines eigenen Vortheils die Wohlfart und den Ruhestand des werthen Vaterlands zu erkauffen. Hievon kann Eüer Andacht keine überzeugendere Probe geben, als daß ich abschriftlich hier anfüge, was Ich heut […] an des Herren Churfürst von Mayntz Lbden, als Erz-Canzlern und Director auf dem Reichs-Tag in engesten Vertrauen erlassen; Ich weiß, in was für vorsichtige Hände Ich dieses Geheimnuß übergebe […]” – Das Schreiben, das den Reichserzkanzler vermutlich über den am 24. November vereinbarten Waffenstillstand informierte, liegt nicht mehr bei. – Randläsuren (Einriß hinterlegt), Adreßblatt mit Siegelausriß.