Mörike, Eduard, Dichter (1804-1875).

Idylle vom Bodensee oder Fischer Martin und die Glockendiebe. In sieben Gesängen. Stuttgart, Schweizerbart, 1846, 8°. 4 Bl., 138 S., 1 Bl. Braune Lwd. d. Zt. mit Rtit. und Deckelfileten (leichte Altersspuren).

Nicht vorrätig

Beschreibung

Erste Ausgabe. – Borst 2221. Kat. Marbach 301-307. Kauffmann 108. Wilpert-G. 6. Marbacher Katalog 267. Ausst. Kat. Mörike und die Künste 68. – Eins von 1500 Ex. – Widmungsblatt (an Kronprinz Karl Friedrich Alexander. dat. September 1846) oben mit eigenh. U. “Ed[ua]rd Mörike.” – “Nach der Übersiedlung Mörikes nach Mergetheim, in dessen Luft sich seine Gesundheit jetzt langsam stärkte, ‘reifte wieder eine größere Dichtung heran…, zu der ihm durch wiederholte Aufenthalte am See die rechte Stimmung geworden war’. Die ‘Idylle’ blieb eines der letzten vollkommenen Epen und eine der schönsten Bodensee-Dichtungen überhaupt”. “Das anmutig-heitere kleine Vers-Epos zeichnet sich trotz der lässigen Komposition ebenso sehr durch die souveräne und virtuose Behandlung des Hexameters aus wie durch den ungemein peotischen Stimmungsgehalt, so daß es beim Vergleich mit dem unerreichten Muster dieser Gattung, mit Goethes ‘Hermann und Dorothea’ sehr wohl bestehen kann. Auf Vorschlag der Brüder Grimm erhielt das Werkchen 1847 den Preis der Tiedge-Stiftung” (H. Meyer, Mörike, 1965, S. 37). – Vorsatzblatt rechts oben mit Besitzvermerk “Marie Mörike | Sept. 1846.” – Rosa Vorsatzblatt mit Eintrag am Oberrand: “Von meiner Tante: | Marie Mörike. | Stuttgart 1891.”