Moller, Georg, Architekt (1784-1852).

Eigenh. Manuskript mit Unterschrift Ohne Ort [Darmstadt], November 1845, Gr.-4°. 3 Seiten. Doppelblatt.

Nicht vorrätig

Beschreibung

Schönes Manuskript: “Bemerkungen zu dem Grabmal eines Bischofs im Kreuzgang der Kirche St. Croce zu Florenz, aufgenommen im Jahre 1808 durch den Unterzeichneten. | Das hier abgebildete Grabmal, im italiänischem Styl des Mittelalters, ist merkwürdig durch die schöne, ächt christlich dargestellte Idee eines künftigen Lebens nach dem Tode. Auf demselben ist der Verstorbene abgebildet in der Stellung eines ruhig Schlafenden. An dem Sarkophag befinden sich drei Basreliefs. In der Mitte Christus, wie er aus dem Grabe aufersteht, als Sieger über den Tod. Auf der einen Seite erscheint er den heiligen Frauen, auf der anderen gibt er sich dem Thomas zu erkennen. […] Vergleicht man dieses Grabmal mit den neuren Werken der letzten Jahrhunderte, wie viel ansprechender und richtiger ist der Sinn desselben! Zum Beispiel das bekannte und berühmte Grabmal Canovas, welches in der Peterskirche dem Papst errichtet wurde […]” – Moller hatte 1807-09 eine Studienreise nach Italien unternommen. Er gilt neben Karl Friedrich Schinkel und Leo von Klenze als wichtiger deutscher Architekt des Klassizismus und der Romantik. – Minimal gebräunt. – Sehr selten.