Münnich, Burkhard Christoph von, (1683-1767) Generalfeldmarschall und Politiker in russischen Diensten.

Brief mit eigenhändiger Unterschrift "unterthänigster Knecht B C Comte Münnich". St. Petersburg, 7. III. 1741, 4°. 3 Seiten. Doppelblatt.

Nicht vorrätig

Beschreibung

An den Landgrafen Friedrich III. von Hessen-Homburg (1673-1746), dessen Angelegenheiten in der kurländischen Sache er nicht weiter betreiben könne, da er von der Kaiserin wegen schwerer Krankheit seinen Abschied erbeten hatte. Er verweist den Landgrafen an den Graf Heinrich Johann Friedrich Ostermann. Wortreicher Kanzleistil des 18. Jahrhunderts. – Nach dem Tod der Zarin Anna I. stürzte Graf von Münnich 1740 den Vormund des Thronfolgers Iwan VI., Herzog Ernst Johann Biron von Kurland. Stattdessen ließ er Iwans Mutter Anna Leopoldowna zur Regentin ausrufen und wurde von dieser zum Premierminister ernannt. Am 14. März 1741 wurde er von Ostermann, der dazu die erwähnte Erkrankung Münnichs ausnutzte, abgesetzt. Im Dezember desselben Jahres wurde er bei der Thronbesteigung der Zarin Elisabeth I. als deren scharfer Gegner verhaftet und zum Tode durch Vierteilen verurteilt. Auf dem Schafott am 29. Januar 1742 begnadigt, wurde er in das sibirische Dorf Pelym verbannt. 1762 rehabilitierte Peter III. ihn anlässlich einer Generalamnestie für alle Verbannten aus der Zeit Elisabeths, holte ihn nach St. Petersburg zurück und setzte ihn wieder als Generalfeldmarschall ein. – Sehr selten.