Nake, Frieder, Informatiker und Pionier der Computerkunst (geb. 1938).

6 eigenhändige Briefe mit Unterschrift sowie eigenh. Karte mit Unterschrift Stuttgart, 19. V. bis 22. IX. 1965, Fol. Zus. ca. 15 Seiten. Mit 3 Umschlägen. Grünliches Büttenpapier.

Nicht vorrätig

Beschreibung

An den Kunsthändler Carl Laszlo (1923-2013) wegen einer Bildbeilage in dessen Zeitschrift “Panderma”. – “hier nun also die versprochenen kleinformatigen bilder des typs ‘rechtecke schraffur’ […] bezüglich des namens der bezeichnung oder was immer: sachlich handelt es sich tatsächlich um grafik, die hergestellt wird von einem programmierer (designer), rechenautomaten (digitale rechenanlage, computer), zeichenautomaten (lochstreifengesteuerter zeichentisch, ‘graphomat’) […] der programmierer allerdings hat in jedem Augenblick die oberaufsicht […] er wählt – nachdem einmal ein programm geschrieben ist – die ‘parameter’ für eine bestimmte ‘realisation’ […] wichtig ist noch: in jedem programm stehen an gewissenstellen ‘pseudo-zufalls-generatoren’ […]” Über die Bennennung dieser Werke. Erwähnt Max Bense und Wendelin Niedlich. “Nake: hat erste bekannte Computografie hergestellt, 4. 12. 1963 […] Habe inzwischen […] neuen Typ von Computografien, ziemlich dynamisch […]” Wegen der ersten Ausstellung für Computer-Grafik von Georg Nees und Frieder Nake in Stuttgart. – Beeinflusst von Max Bense begann Nake 1963 mit ersten künstlerischen Versuchen am Graphomat (Zuse Z64) im Recheninstitut der Technischen Hochschule Stuttgart. Nach der Ausstellung von Georg Nees in der Studiengalerie der TH Stuttgart (Februar 1965) und der von A. Michael Noll in der Howard Wise Gallery in New York (April 1965) war seine Ausstellung im November 1965 bei Wendelin Niedlich in Stuttgart, gemeinsam mit Georg Nees, die dritte von Computerkunst weltweit.