Nernst, Walther, Physiker, Chemiker und Nobelpreisträger (1864-1941).

Eigenhändiger Briefkarte mit Unterschrift Berlin NW, Moltkestr. 1, 2. V. 1905, 8,5 x 11,5 cm. 2 Seiten. Briefkopf "W. N.".

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Beschreibung

An Margarethe Ladenburg (geb. Pringsheim; 1855-1909); die Gattin des Chemikers Albert Ladenburg (1842-1911), über dessen Erkrankung: “Hochverehrte Frau Geheimrath! Erst vor wenigen Tagen hörte ich hier in Berlin von der Erkrankung Ihres Herrn Gatten; die Nachricht ging mir sehr nahe und ich möchte nicht unterlassen, meine innige Theilnahme Ihnen zum Ausdruck zu bringen. Lassen Sie mich Ihnen und Ihrem Herrn Gatten die Hoffnung aussprechen, daß seine im Grunde doch kräftige und widerstandsfähige Statur schließlich doch nach Möglichkeit der Widerwärtigigkeiten Herr werden möge! Ich hoffe Ihren ältesten Sohn [den Physiker Rudolf Ladenburg] hier bald zu sehen und werde ja dann auch Näheres erfahren; für heute – noch mitten in der Einrichtung unserer Wohnung begriffen – lassen Sie mich mit dem Ausdrucke warmer Anhänglichkeit schließen […]” – Ladenburg lehrte seit 1889 in Breslau, musste aber 1909 seine Lehrtätigkeit wegen Krankheit niederlegen. – Nernst, der Begründer der physikalischen Chemie und Entdecker der nach ihm benannten thermo- und galvanomagnetischen Effekte, erhielt 1920 den Nobelpreis. 1905 wechselte er von Göttingen nach Berlin. – Selten.