Savigny, Friedrich Karl von, Jurist und preußischer Staatsmann (1779-1861).

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Berlin, 5. IV. 1839, 4°. 1 Seite. Doppelblatt mit Adresse und Siegelrest.

Nicht vorrätig

Beschreibung

An Melchior von Diepenbrock, den späteren Fürstbischof von Breslau, damals Domdechant in Regensburg, der ihm seine Ausgabe der Schriften des Mystikers Heinrich Seuse (Suso) als Geschenk gesandt hatte: “[…] Ihre eigenen Arbeiten waren mir theilweise schon bekannt und werth. Von Suso aber besaß ich bis jezt nur die sehr verwässerte Cölner Ausgabe von 1661 […] Am Ansprechendsten sind mir darin bis jezt die am Ende stehenden Fünf Predigten […] Soll ich aufrichtig seyn, so finde ich nicht, daß der Eindruck des Buches durch die große Einleitung von Görres gewonnen hat, die sehr fremdartig modern vor der gesammelten Innigkeit des Werks steht, und den unbefangenen Leser mehr stört als fördert, indem sie ihm Betrachtungen aus ganz anderer Sphäre anmuthet […]” – Diepenbrock war mit Savignys Schwager Clemens Brentano befreundet. Er gilt als Begründer der historischen Rechtsschule. – Etwas gebräunt, kleinere Randläsuren mit Klebefilm repariert (minimaler Buchstabenverlust).