Strauss, Richard, Komponist (1864-1949).

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Garmisch, 7. III. 1944, Gr.-8°. 2 Seiten.

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Beschreibung

An eine befreundete Sängerin in Stuttgart: “[…] Wie geht es Ihnen? Haben Sie sich von dem schrecklichen Unglück, das Sie betroffen u. dessen wir oft mit aufrichtiger Teilname gedenken, ein bischen erholt? Was macht das gute Stuttgart? Stehn die Theater noch? Bitte grüßen Sie den lieben Generalintendanten u. überbringen Sie ihm meine besten Wünsche! Heute komme ich wieder einmal als Bettler! Wir haben keine Äpfel mehr – was doppelt empfindlich, da es heuer auch keine Orangen mehr gibt! Haben Sie noch eine Quelle? Hier ist es schrecklich – kein Obst, kein Gemüse, aber desto mehr Schnee, der einem aber auch nichts nützt, wenn man auch keinen Champagner hat, den man darin kühlen könnte. Wie steht’s mit dem Elektrastudium? Haben Sie die Wiener Striche bekommen? Capriccio hatte Mittwoch in Wien durch ausgezeichnete Aufführung einen grandiosen Erfolg: man meldete mir 29 Vorhänge (ohne Componisten) u. 3 mal auf offener Scene großen Applaus! Das sind so die kleinen Lichtblicke […]” – Etwas fleckig und knittrig. Einrisse mit Japan hinterlegt. – Transkription liegt bei.