Taubert, Wilhelm, Komponist und Dirigent (1811-1891).

4 eigenhändige Briefe mit Unterschrift "Wilhelm Taubert". Berlin, 1845-186, Gr.-8°. Zus. 6 Seiten.

Nicht vorrätig

Beschreibung

I. (5. IV. 1845) An die Gemahlin des Arztes und Geh. Hofrats Kuntzmann, Leibarzt der Prinzen Carl und Wilhelm, in Berlin. Kondoliert zum Ableben ihrer Schwester: “[…] Leider machen es mir eine Unterrichtsstunde beim Prinzen Friedrich Wilhelm, die ich nicht versäumen darf, so wie sich eine gleich daran schließende Probe unmöglich, der lieben Heimgegangenen, wie ich es so gern gethan hätte, das letzte Geleit zu geben […] Mit den Kindern scheint es ja nun auch endlich besser werden zu wollen, und so hoffe ich, daß wir uns recht bald wohlauf wieder sehen mögen […]” – II. und III. (30. III. und 23. XI. 1864) An eine “liebe Freundin” mit Glückwünschen zum Geburtstag sowie der Verlobung der Tochter der Adressatin. – IV. (22. VIII. 1867) An ein “sehr liebes Lieschen”, das sich in Potsdam verlobt und Kuntzmann ein selbstgemaltes Ölbild geschenkt hat: “[…] Wundern sollte ich mich freilich nicht darüber, daß auch dieser Zweig Deiner Begabungen so frisch blüht: denn im Grunde kannst Du Alles, wie ein Virtuose Klavierspielen, wie eine italienische Primadonna singen, wie eine Ballerina tanzen, auf dem Seil wie auf dem Eise. Ja sogar die Sprache der Thiere verstehst Du, und weißt Dich darin verständlich zu machen, zum Schrecken der Geängstigten, zum Ergötzen der Zuhörenden [… Gern wolle er ihrer Einladung nach Potsdam folgen …] wenn es mir gelingt, bei den wieder nach langer Pause begonnenen dienstlichen Verpflichtungen, mich noch einmal eines schönen Tages frei zu machen. Selbst in Paris, wo sich alle Wunder der Welt entfalten, habe ich in stiller Sehnsucht zuweilen an die Ufer der Havel, und meine liebe Glienicker Brücke gedacht. Ob es dem Prinzen Carl, der mit mir zugleich dort war, ebenso ergangen ist, wer weiß! […]” – Taubert war Musikdirektor der Kgl. Oper in Berlin.