Thoma, Ludwig, Schriftsteller (1867-1921).

Eigenhändiges Gedichtmanuskript (12 Zeilen) mit Unterschrift "Ludwig Thoma". Chlopice, 23. V. 1915, Qu.-8°. Bleistift.

Nicht vorrätig

Beschreibung

Von Heimweh geprägtes Gedicht, aus dem Feld geschrieben. Der San ist ein Nebenfluss der Weichsel im Südosten von Polen: “Am San || Wo liegt die Heimath? Ach so weit! | Wer über hundert Hügel geht, | Wer auf dem höchsten Berge steht | Kann sie noch nicht schauen. || Wir hören’s wohl im frohen Mai, | Es grüne in der gleichen Welt | Der deutsche Wald, das deutsche Feld | Und wollen schier nicht trauen. || Wo liegt die Heimath? Ach so nah! | Ich fühl’s an jedem Herzensschlag, | Daß nichts mir von ihr scheiden mag, | Nicht Fluß und Berg und Auen.” – Mit einigen Korrekturen. Zwei kleine Falten.