Wagner, Cosima, geb. Liszt, zweite Frau Richard Wagners (1837-1930).

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Bayreuth, 15. VIII. 1901, Kl.-4°. 3 Seiten. Doppelblatt. Mit eigenhändigen Umschlag.

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Beschreibung

An die Dichterin Caroline von Limprun (Linprun) in der Villa Felicitas in Bad Reichenhall (jetzt Altersheim, Sonnleitstr. 58): “[…] empfangen Sie den Ausdruck meines innigsten Dankes für das gefühlvolle & innige Gedicht in welchem sie den Zauber des Waldes mit dem unsrer Kunst verwoben haben. Dank auch für die lieblichen Alpenblumen die man in unserer Gegend nicht hat und die mich an schöne Eindrücke der Gebirgswelt erinnern. Dank vor Allem für ihre wohlwollenden Worte für mich – solche Zeichen der Sympathie sind eine freudbringende Ermutigung. Möchte es Ihnen weiter vergönnt sein, gnädige Frau, inmitten des Leidens in der Kunst und in der Natur so zu leben wie Ihr Gedicht davon Zeugnis ablegt und möchte dieses Leiden bald gelindert sein […]” – Caroline von Linprun hatte 1883 in Augsburg “Blumen und Blüten, eine Gabe für Kranke und Trostesbedürftige” herausgegeben. – 1887 kaufte Prinzessin Marie von Sachsen-Meiningen ein Grundstück in Berchtesgaden-Stanggaß und baute darauf die Villa Felicitas. – Tiefe Einrisse in den Knickfalten. – Eigenhändige Briefe Cosima Wagners aus späten Jahren sind sehr selten, da meist ihre Tochter Eva die Korrspondenz für sie erledigt hat.