Wagner, Cosima, geb. Liszt, zweite Frau Richard Wagners (1837-1930).

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "C. Wagner ". Bayreuth, 23. V. 1882, 8°. 3 Seiten. Doppelblatt.

Nicht vorrätig

Beschreibung

Dank an Rudolph von Liechtenstein (1838-1908), der zu Richard Wagners 69. Geburtstag ein Gedicht gesandt hatte: “Ihr schönes Gedicht, werther Freund, wurde vom ‘Meister’ selbst vorgetragen und erfreute ihn wie uns. Ich bin Ihnen besonders dankbar dafür, bei Gelegenheit des 22 Mai auch an mich gedacht, oder wenn Sie wollen auch mich bedacht zu haben, und wenn es Ihnen nicht leicht wird, sich, und mir durch äusserliche Umstände beinahe unmöglich gemacht wird mich mitzutheilen, so bleibe ich doch Ihrer freundlichen Gesinnung sicher und bitte ich Sie nie daran zu zweifeln dass ich Sie Ihnen herzlich widme. Mein Mann und ich wir grüssen Sie und Fürstin Hedwig auf das Schönste; die Braut dankt für Ihre gütige Theilnahme, und alle Kinder, die bald keine mehr sind, wollen auf das Herzlichste erwähnt sein […]” – Rudolph von Liechtenstein war kaiserlicher Obersthofmeister auf Schloss Neulengbach bei Wien und seit Wagners Wiener Zeit (1861-1863) ein Bewunderer und Förderer des Komponisten. Wagner hatte am 22. Mai seinen 69. Geburtstag im Kreis der Familie gefeiert. Offenbar waren auch bereits die Einladungen für die Hochzeit von Cosimas Tochter Blandine (aus ihrer Ehe mit Hans von Bülow) verschickt worden, da “die Braut” für Liechtensteins Zusage dankt, am 25./26. August 1882 an den Feierlichkeiten teilzunehmen. – Vgl. Wagner, Tagebücher, S. 945 f; Hilmes, Cosimas Kinder, S. 48.