Berlepsch, Goswina von, Schriftstellerin (1845-1916).

99,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Lassnitzhöhe bei Graz, “Villa Waldheimat”, 21. VII. 1912, Kl.-8°. 4 Seiten. Doppelblatt.

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Beschreibung

An Freunde: “[…] Das grössere Briefformat ist schon verschrieben und der hiesige Krämer hat momentan nur dieses, offenbar für Liebesbriefe mit kurzem, kategorischen Inhalt bestimmte […] Nein, es soll ein gebildeter Liebesbrief, ohne Kuhstallgeruch werden, in dem ich Euch von meinem gegenwärtigen Tun und Sein berichte. Also seit Freitag vor acht Tagen bin ich hier in himmlischer Stille gelandet, bei Freunden, die mir alles zu lieb tun, die sich in einer wunderschönen Gegend behaglich angesiedelt haben […] Am 30. muß ich leider schon fort, weil bereits andere Länder u. Menschen mich erwarten!! Jschl mußte ich ganz streichen […] Ich sage Euch: Verheiratet zu sein u. einen Herrrn über sich haben, der auch was mitzureden hat, ist manchesmal bequemer, als meine sogenannte Freiheit! […]” – Berlepsch wuchs in St. Gallen und Zürich auf, wo sie 1905 zur Ehrenbürgerin ernannt wurde; seit 1882 war sie in Wien ansässig. Sie verfaßte vorwiegend Romane.