Ellermann, Heinrich, Verleger (1905-1991).

70,00 

Eigenhändiger Briefkarte mit Unterschrift Ohne Ort (Hamburg), 20. XII. 1942, Qu.-8°. 1 1/2 Seiten. Mit eigenhändigen Umschlag.

Vorrätig

Beschreibung

An eine Buchhändlerin in München: “[…] Nicht viel ists, für Ihren Weihnachtstisch, aber da es von Kindern kommt, mit Liebe und Innigkeit gemalt, und, soweit es von mir kommt, ein kleines Zeichen grosser Dankbarkeit für eine Hilfe, von der Sie noch wissen, und für manche Hilfe, von der Sie nicht wissen – Der Strauß Blumen, hoffentlich ist er schön, ich konnte ihn nicht mehr selber besorgen, ist Ihrer verehrten Frau Mutter zugedacht, der ich mich angelegentlichst empfehle […]” – Ellermann machte aus einer politisch bedingten Not eine lebenslange Tugend: Er engagierte sich für geschmähte, gemiedene, noch unentdeckte Künstler. In den von ihm 1934 erstmals herausgegebenen “Blättern für die Dichtung” erschienen bis zum letzten Kriegsjahr Gedichte von damals unpopulären Autoren wie Manfred Hausmann, Ivan Goll und Gottfried Benn. Verlegerischen Mut bewies der großzügige Mäzen auch später: 1957 druckte er die bis dahin nur in der DDR veröffentlichten Texte von Nelly Sachs.