Heine, Heinrich, Schriftsteller (1797-1856).

17.500,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „H. Heine“ (deutsche Schrift). Paris, 23. X. 1837, Gr.-8° (20,5 x 13 cm). 1 Seite. Doppelblatt mit Adresse „Monsieur | le Docteur Roth. | rue Caumartin | No. 29.“ (Respektblatt mit kleinem Siegeloblatenausriss).

Vorrätig

Beschreibung

In der Säkularausgabe ungedruckter Brief an den Homöopathen David Didier Roth (1808-1885), der Heine ab 1845 in seiner letzten Krankheit behandelte: „Liebster Roth! Der Ueberbringer dieses, der Baron Lobek, Preußischer Offizier, hat ein Ansuchen an die preußische Gesandtschaft, und wünscht an Herrn Brazier […] empfolen zu seyn, damit dieser ihm behülflich sey in seine Heimath zurückzukehren. Wenn Sie ihm hierbey nützlich seyn können, üben Sie eine menschenfreundliche Handlung. Freundschaftlich grüßt Sie […]“ – Der homöopathische Arzt David Didier Roth verkehrte in den höchsten gesellschaftlichen Kreisen sowie in der Künstlerszene von Paris. Er behandelte unter anderem Persönlichkeiten wie Rothschild, Chopin und Heine. Heine schickte ihm 1836 „den Millionsten Theil eines lyoner Salami“ (Säkularausgabe Nr. 604) und nahm dabei die Hochpotenzlehre der Homöopathie aufs Korn. Roth machte sich auch als geschätzter Kunstkenner und -sammler sowie als geschäftstüchtiger Erfinder einen Namen. Ein Herr Lobek überbrachte Mitte Oktober Heine Grüße von August Lewald in Stuttgart (Säkularausgabe Nr. 667). – Vgl. Ilka Sommer, David Didier Roth (1808-1885), in: Zeitschrift für Klassische Homöopathie 2016; 60(04), S. 179-184. – Ungedruckt und unbekannt.