Humboldt, Alexander von, Naturforscher und Geograph (1769-1859).

Eigenhändiges Albumblatt mit Widmung und Unterschrift "Alexander v. Humboldt". Berlin, 20. VI. 1850, Quer-4°. 1 Seite, gefaltet.

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Beschreibung

Schönes Albumblatt in kalligraphischer Altersschrift für Humboldts mutmaßliche uneheliche Tochter Caroline („Alexandra“) Seifert, offiziell die Tochter seines Kammerdieners. Alexander von Humboldt zitiert 8 Zeilen aus aus den „Briefen von Wilhelm v. Humboldt an eine Freundin Th. II“: „Der Schöpfer hats gewollt, dass jeder Einzelne, zum Eintritt ins Leben Geschaffene | glücklich sei, glücklich nämlich in dem tieferen und geistigen Sinne, wo das | Glück ein inneres Glück, gegründet auf Pflichterfüllung und Liebe ist. […]“. Darunter die sehr persönliche, fast zärtlich anmutende Widmung des damals 81-Jährigen: „In meinem Hause aufgewachsen und anmuthig ausgebildet zur Freude der theuren Eltern, mögest Du oft, theure Alexandra, wann ich nicht mehr sein werde, diese frommen Zeilen beherzigen und meiner gedenken mit Liebe und Heiterkeit, den Stützen des Lebens. Alexander von Humboldt. Berlin, den 20 Juni 1850“. – Caroline Seifert (1830-1924), die sich wie in Humboldts Widmung „Alexandra“ nannte im Gegensatz zu ihrer Schwester Alexandrine (geb. 1829), gilt als uneheliche Tochter Alexander von Humboldts, die bei seinem Diener Johann Seifert und dessen Frau Emilie aufwuchs. Humboldt sorgte dafür, dass die junge Alexandra 1855 in seiner Anwesenheit den Forscher und Reisenden Balduin Möllhausen (1825-1905) heiratete. Der erste Sohn des Ehepaars Möllhausen wurde auf den Namen Alexander getauft. Später vermachte Humboldt seinen gesamten Besitz in mehreren Testamenten und in einer Schenkung Johann Seifert. – Im Falz alt hinterlegt, kleiner Eckausabriss ohne Textverlust.