Prutz, Robert, Lyriker, Erzähler und Dramatiker (1816-1872).

132,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Stettin,, 10. V. 1862, Gr.-8°. 2 S. Doppelblatt. Eng beschrieben.

Vorrätig

Beschreibung

An einen Berliner Professor, dem er seinen Sohn als Student der Geschichte empfiehlt: „[…] Wiewol ich kaum hoffen darf, daß von der flüchtigen persönlichen Begegnung, die mir vor einer Reise vor Jahren in Eisenach mit Ihnen zu Theil wurde, Ihnen […] eine Erinnerung geblieben, so wage ich dennoch, pünktlich ein Wort […] auf unsere alte Stettiner Landsmannschaft, diese Zeilen an Sie zu richten. Sie erhalten dieselben durch meinen Sohn Hans, der sich Ihnen damit als Ihr künftiger Schüler vorzustellen wünscht. Er studirt Geschichte […] und geht jetzt nach Berlin hauptsächlich um zu Ihren Füßen zu sitzen und sich durch Sie die Vorhaben der Wissenschaft – denn weiter wird und kann er vorläufig […] nicht dringen – aufschließen zu lassen […]“. – 1845 wegen der in seiner dramatischen Satire „Die politische Wochenstube“ angeblich enthaltenen Majestätsbeleidigung aus Sachsen-Weimar ausgewiesen, machte sich der Publizist ungeachtet verschiedener Rede- und Aufführungsverbote als Dramaturg, Dramatiker, Lyriker und Literaturhistoriker namhaft, ging 1848 nach Berlin, wo er führendes Mitglied des Constitutionellen Clubs war, und wurde 1849 durch Vermittlung Alexander von Humboldts Professor für Literaturgeschichte in Halle. Nach beinahe zehnjähriger Lehrtätigkeit widmete er sich fast ausschließlich seinen privaten Studien.