Schmitt, Carl, Staatsrechtler und Philosoph (1888-1985).

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift “Carl Schmitt”. Plettenberg, ohne Jahr [ca. 15. X. 1970], Gr.-8°. 2 Seiten.

Nicht vorrätig

Beschreibung

An den Philosophen und Lehrer Leonhard Fischer (1930-2008) in Lübeck mit Dank für einen Brief und einen Heidegger-Aufsatz: “[…] Ich bin erst Ende September aus Spanien zurückgekehrt, wo ich den Sommer verbracht habe. Der Klimawechsel macht mir arg zu schaffen. Während meiner Abwesenheit ist auch ein Wohnungswechsel vorgenommen worden, sodass ich mich jetzt erst in meinen Büchern und Papieren zurechtfinden muss. Ich besitze zwei Briefe von Heidegger aus dem Jahre 1933, darunter einen, der auch das Heraklit-Zitat (vom Vater aller Dinge) betrifft. Sobald ich mich in meiner neuen Umgebung zurecht gefunden habe, melde ich mich wieder bei Ihnen. Zu ihrem Heidegger-Satz ‘Die Geschichte der Philosophie ist nichts anderes als das sich wandelnde Verhältnis von Denken und Sein’ möchte ich hinzufügen: das gilt vor allem aber auch für die Geschichte der Theologie. Es ist nämlich soeben eine Schrift von mir ‘Politische Theologie II’ erschienen […] Kennen Sie die 1950 erschienene kleine Veröffentlichung ‘Ex captivitate salus’? Sie ist heute nicht mehr im Buchhandel zu haben. Dass sie Herrn Gustav Hillard kennen, den ich seit 40 Jahren kenne und verehre, macht mir besondere Freude und ruft viele Erinnerungen wach. Auf ihren Ernst Jünger-Aufsatz bin ich sehr begierig […]”