Siebel, Carl, Schriftsteller, Freund von Karl Marx und Friedrich Engels (1836-1868).

250,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Berlin, 8 VI. 1857, Gr.-8°. 4 Seiten. Doppelblatt mit geprägten Initialen.

Vorrätig

Beschreibung

An Wilhelm Langewiesche aus seiner Militärzeit in Berlin: „[…] Haben Sie schon ‚Eck der verlorene Sohn gelesen‘ und verkauft? Es ist ein höchst eigenthümliches Buch – wenn nicht bedeutend doch entschieden neu in Form und Inhalt. Der Verfasser ist ein stinkeitler Jude; aber ein ziemlich geistreicher Kerl […] Er spricht nur von sich selbst und seinen Werken. – – – – Dieser Tage lass ich mich in den Tunnel aufnehmen![…] Jeder erhält einen neuen Namen […] Dann liest jeder Verse vor – die allgemein bekrittelt werden – so hat man mir diese Musenhalle beschrieben – da war ich noch nicht – allein man sieht gleich an dieser Beschreibung – daß Erhabenheit dort wohnen muss […]“ – Gemeint sind: Karl Eck, Ein verlorener Sohn. Roman in Oktaven (Berlin 1857) und die Berliner literarische Gesellschaft „Tunnel über der Spree“, der auch Fontane angehörte. – Carl Siebel unterstützte Karl Marx durch Rezensionen bei der Bekanntmachung von „Das Kapital“. – Gering fleckig. – Selten.