Steguweit, Heinz, Schriftsteller (1897-1964).

132,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift “Heinz”. Halver in Westfalen, 24. VII. 1957, Fol. 2 Seiten.

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Beschreibung

An den Schriftsteller Hans Franck (1879-1964) mit Geburtstagswünschen: “[…] Wer mit 78 noch so schafft, der steht in der Gnade […] Die liebe Erde ist ja so zerzaust, und die Menschheit ist so vermurkst, daß ordnende und heilende Kräfte wie Du dringend nötig sind. Die Gedichte, die Du Deiner seligen Frau widmetest, zählen wir zu den Reifsten und Schönsten, das von Dir und Deiner liebenden Seele kam […] Hier im Westen wird für die deutsche Dichtung sehr wenig getan, wir sinken immer noch dem Amerikanismus in die Arme, und diese Ame sind lieblos, sind gleichsam nur wesenlose Prothesen. Die Theater spielen kaum noch einen lebenden deutschen Dramatiker, die Verleger kneifen ebenso, und vom spekulativen Wust der Zeitschriften mag man überhaupt nicht reden. Es ist alles nicht schön, man ist darüber sehr traurig, und wir Steguweits sind froh, daß wir der Großstadt entrissen und uns vor nunmehr 7 Jahren das kleine Haus in den Wald bauten, denn unter Bäumen und Tieren fühlen wir uns am wohlsten […] Josef Winckler wollte mich vor zwei Jahren schon zu einer Kogge-Tagung einladen lassen, aber ich hörte dann nichts mehr […]”