Weiß, Erich, Lehrer und Hesse-Archivar (1902-1972).

110,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Rheinhausen bei Duisburg, 25. V. 1971, 8. 3 Seiten.

Vorrätig

Beschreibung

An den Kritiker Heinz Grothe (1912-1983) aus dem Krankenhaus: „[…] für Dein Johanna Wolff-Büchlein danke ich Dir und für die blumengeschmückte Huldigung an sie vom 27. Januar 1934. Die Augen gingen mir über, als ich das Blatt nach so langen Jahren las und den Namen meiner ehemaligen Schülerinnen, denen wahrscheinlich mehr Leiden denn Lieben begegnet sein wird. Mit jedem dieser Namen steigt eine liebe Erinnerung in mir auf, aber es war einmal. Was Heimat ist und was sie einem bedeutet, kann man erst in der Ferne ermessen. Im alten Memel bin ich täglich und oft auch in meinen Träumen, höre das Meer rauschen und lasse in Gedanken den reinen Nehrungssand durch meine Finger gleiten. Heimweh ist ein stilles Gift, gegen das kein Kraut gewachsen ist . Im Juni ist die Jahrestagung der Bibliophilen Gesellschaft […]“ – Weiß leitete ein „Westdeutsches Hermann-Hesse-Archiv“.