Zobelitz, Hanns von, Schriftsteller (1853-1918).

88,00 

2 eigenhändigen Postkarten mit Unterschrift sowie eigenh. Gedichtmanuskript (16 Zeilen). Berlin und Karlsruhe, 27. und 31. V. 1912 sowie 18. VI. 1900, 8°. Zus. ca. 4 Seiten.

Vorrätig

Beschreibung

An einen Buchhändler. – I. (27. V. 1912): „[…] In einer alten irischen Sammlung von Prosadrucken u. Essays fand ich auch einige brit. Stücke, die Sie vielleicht interessieren dürften. Essays mit Kopf des Prinz-Gemahls, schwarz u. ws.; der erste mit Original Gummi […] Und einige Kartenähnliche Umschläge […] Die Sachen scheinen mir besonders interessant, weil sie ganz sicher Vorläufer der heutigen Kartenbriefe sind, sogar mit Linien im Inneren. Endlich ein Satz Marken Republik of Ireland – wenn ich mich recht erinnere, habe ich diese Marken vor 20 Jahren schon einmal gesehen. Es sind natürlich Spekulationserzeugnisse aus der Zeit. Sollten Sie evtl. zum Erwerb der Stücke geneigt sein […] sende ich sie gern zur Ansicht. […]“ – II. (31. V. 1912): „[…] Es handelt sich nicht um ein grosses Objekt. Und ich würde, da ich für Essays mich nicht interessiere, möglichst billige Peise stellen […] Wenn ich Ihnen die Sachen zur Ansicht sehnden soll, würde ich mir erlauben, Ihnen eine kleine Collektion von […] mitzuschicken, zur Auswahl. Sie wissen vielleicht, daß ich für […] Specialist bin […] Es hat sich in Folge meiner jahrelangen Studien recht viel Material angesammelt, das ich […] billig abgeben würde […]“ – III. (18. VI. 1900): „Lob der Frau. || Gott schuf die Welt vor vielen Jahren | Zum Schluß vom Mann ein Exemplar | Und das schien freilich anzudeuten | Daß Gott schon etwas müde war! | Denn als er sein Geschöpf beäugte | Da fehlte dies, da fehlte das. | Und an dem ganzen Manne taugte | Nur eine einzige Rippe was. | Die ward ihm auch noch fortgenommen | und eine Frau daraus gemacht, | So sind wir später zwar gekommen | Jedoch geschaffen mit Bedacht! | Und zu der Fraun gerechtem Lobe | Erkennt man auf den ersten Blick: | Der Mann war nur ein Stück zur Probe, | Wir aber sind das Meisterstück!“