Zuckmayer, Carl, Schriftsteller (1896-1977).

275,00 

Gedruckte Grußkarte mit eigenh. Beschriftung und Unterschrift , Ohne Ort und Jahr, Qu.-8°. 2 Seiten.

Vorrätig

Beschreibung

An den Journalisten Georg Böse (1902-1974) in Stuttgart. Druck: „Vor meiner Abreise aufrichtigen Dank und herzliche Grüsse.“ Eigenhändig: „Auf baldiges Wiedersehen – ! Ich will im Frühjahr zurück sein. Beste Wünsche! […] Das mit [Richard] Billinger verstehen Sie ja richtig: es geht ihm nicht gut, – und grade weil er sich mal nicht ganz fair mir gegenüber benommen hat, möchte ich keinesfalls unfair gegen ihn sein und auf seine Kosten einen öffentlichen Scherz machen. Warten sie damit, bis er wieder mal einen richtigen Erfolg hat!“ – Zuckmayer war auf Anraten von Richard Billinger 1926 ind die Wiesmühl in Henndorf am Wallersee gezogen. Nach 1936 wandelte sich Billinger zum NS-Mitläufer, wofür er von Zuckmayer in dessen „Geheimreport“ eine Ohrfeige als „degenerierter Bauer, parfumierter Landmann und dörflicher Decadent“ kassierte. Später rückte Zuckmayer das Bild zurecht und reihte Billinger unter die „zu Unrecht Vergessenen“ ein (vgl. den Beitrag von Arnold Klaffenböck in: Zur Diskussion: Zuckmayers ‚Geheimreport‘ […] Göttingen 2002). – Böse war 1948-1956 Feuilletonleiter bei der „Deutschen Zeitung und Wirtschaftszeitung“, anschließend bei der „Stuttgarter Zeitung“ Leiter der wissenschaftlichen Beilage und Kritiker.