Zweig, Stefan – Romains, Jules, Schriftsteller (1885-1972).

8 masch. Briefe mit eigenhändiger Unterschrift Saint-Avertin and Paris, 1937-1939, 4°. Zus. 12 Seiten. Briefkopf. Bläuliches Papier.

Nicht vorrätig

Beschreibung

An Stefan Zweig über die gemeinsame Bearbeitung von Ben Jonsons “Volpone”. Interessante Brieffolge über das Projekt der Kinoadaption von ‘Volpone’. Das Theaterstück wurde erstmals 1925 von Stefan Zweig adaptiert; gemeinsam mit Jules Romains erarbeitete er 1928 eine französische Übersetzung für den Theaterdirektor Charles Dullin. Ein Film unter der Regie von Maurice Tourneur, nach einem Drehbuch von Jules Romains, mit Louis Jouvet in der Titelrolle, kam im Mai 1941 heraus. – Jules Romains teilt Zweig am 5. August 1937 mit, dass er von der Firma Ile-de-France-Films kontaktiert wurde, die eine Verfilmung von ‘Volpone’ unter Verwendung des Textes von Ben Jonson plante und Jules Romains gebeten hatte, die Dialoge zu schreiben. Romains will jede Verwertung des Stücks verbieten, außer durch Zahlung einer Gebühr für eine ordnungsgemäße Genehmigung. Am 20. August informiert er über den Stand der Verhandlungen; die Adaption soll André Lang anvertraut werden, mit einer Vergütung von 50.000 Francs. Am 1. Oktober teilt er mit, dass er nach erbitterten Verhandlungen endlich zum Abschluss gekommen sei, indem er ein Minimum von 100.000 Francs an Rechten allein für die französische Version erhalten habe; er gibt an, wasan Tantiemen für die englische Fassung usw. geplant sei; er müsse das Drehbuch überarbeiten und die Dialoge schreiben. Die Briefe vom Juli 1939 beziehen sich auf das Problem der Abtretung der Filmrechte durch den Verlag Felix Bloch Erben. – Vgl. Ribes Traver, P., The early stage history of Jules Romains’ Volpone. In: Sederi Yearbook XIX (2009), S. 121-150. – Jules Romains warns Zweig on August 5, 1937 that he has been contacted by the firm Ile-de-France-Films who wish to make a film of Volpone, using Ben Jonson’s text, and asks Jules Romains to write the dialogues; Romains wants to prohibit any borrowing of the piece, except by paying a fee for a proper authorization. On August 20, he gave an update on the negotiations; the adaptation would be entrusted to André Lang, with a compensation of 50,000 F. On October 1, he announces that he has finally concluded, after bitter negotiations, by obtaining a minimum of 100,000 F in rights for the French version alone; he indicates what is planned for the percentages, the English version, etc.; he has to redo the script and write the dialogues. The letters of July 1939 relate to the problem of the assignment of the film rights by Felix Bloch Erben. – Good condition.