Haber, Fritz, Chemiker und Nobelpreisträger (1868-1934).

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Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „F. Haber“. Karlsruhe, 12. XII. 1908, Gr.-4°. 2 1/2 Seiten. Gedrucker Briefkopf „Prof. Dr. F. Haber | Großh. Techn. Hochschule Fridericiana“. Auf gegenüberliegenden Seiten.

Vorrätig

Beschreibung

Freundschaftlicher Brief an die Familie des Rechtsanwalts Ludwig van Aken in Wiesbaden: „[…] Meine herzlichsten Glückwünsche zu Ihrem Geburtstage und meinen wärmsten Dank für Ihre, ihres Gatten und meiner Tante Amalia Gedenken zu meinem Geburtstage. Ich bin nun 40 Jahre, habe ein weisses Haar und bin in Erwartung des Verstandes den die Schwaben in diesem Alter entwickeln. Ihnen wünsche ich von Herzen, dass sie Ihre glückliche Fröhlichkeit des Herzens und Ihre Lebenszufriedenheit recht lange und voll behalten und dass sie frohe Tage in Saargemünd und – in unserem Interesse – recht oft auch in Karlsruhe verleben. Den köstlichen Haasen Ihres Gatten haben wir dankbar gegessen und unser Magen empfindet was unser Mund zu schwach ist an Dank zu sagen. Nur ein freilich sehr großes Missgeschick ist uns begegnet. Mit ihrer Lampe die höchst reizvoll ist kam ein Brief. Der lag morgens mit auf dem Geburtstagstisch und dann war er fort! Meine Frau sucht und ich suche und Männdel [der Sohn Hermann] sucht, aber keines hat ihn mehr erblickt und es scheint dass ihn Männdels Igel verschleppt hat. Ich bin sehr traurig dass ich nur seine Außenseite gesehen habe und zähle auf neuerliche Wiederholung des uns allen vorenthalten gebliebenen Inhalts […] Männdel hat eine Bronze für Sie ausgesucht, die meine Frau und ich bitten als Zeichen der großen Dankbarkeit für die uns beim Tode des Schwiegervaters gewährte Hilfe freundlichst anzunehmen […]“ – Die Habers hatten in der Villa der van Akens in Karlsruhe (Moltkestr. 31 im Karlsruher Hardtwaldviertel) eine große Parterre-Wohnung bewohnt. – Minimale Randeinrisse.