Koch, Robert, Mediziner, Bakteriologe und Nobelpreisträger (1843-1910).

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „R. Koch“. Berlin, „Klosterstr. 36“, 11. XI. 1887, 8° (18 x 11,5 cm). 2 1/2 Seiten. Doppelblatt.

Nicht vorrätig

Beschreibung

An einen Kollegen: „[…] In Ihrem Briefe […] theilten Sie mir mit, daß Sie mir eine Arbeit über die Mikrosporidien der Pébrinekrankheit zur Durchsicht, wenn ich Sie recht verstanden habe, gleichzeitig mit dem Briefe übersenden wollten. Bis jetzt habe ich dieselben nicht erhalten, und wollte Ihnen dies doch mittheilen für den Fall, daß mich die Sendung verfehlt haben sollte. Ihr gütiges Anerbieten bezüglich des Pebrine-Materials nehme ich mit Dank an, da ich bis jetzt noch niemals Gelegenheit hatte, zuverlässige Pebrine-Präparate zu sehen. Für die Ihrem Briefe beigelegten Blätter, die von Dr. Huschke mit so unendlichem Fleiße gesammelte Choleraliteratur enthaltend, sage ich Ihnen im Namen der Bibliothek des Hygiene-Museums, der ich die Sammlung einverleiben werde, den besten Dank. Auf diese Weise, hoffe ich, wird die Arbeit nicht nutzlos bleiben und gelegentlich einmal Verwerthung finden. Ich werde auch meine bisher gesammelte, nicht unbedeutende Cholerabibliothek, für die ich Sie ja auch dermaleinst gebrandschatzt habe, ebendahin schenken und mit den Mitteln des Museums möglichst zu vervollständigen suchen. Im Verein damit wird das Literaturverzeichniß um so größern Werth haben […]“ – Die Pébrine-Krankheit (Flecksucht) ist eine Erkrankung von Seidenraupen. Kein geringerer als Louis Pasteur identifizierte in Frankreich winzige Parasiten als Auslöser. – Koch beschrieb den Milzbrandbazillus und entdeckte den Tuberkelbazillus. – Sehr selten.