Rabinowitch-Kempner, Lydia, Bakteriologin (1871-1935).

132,00 

Eigenh. U. auf Albumblatt. Berlin-Lichterfelde, ohne Datum, Gr.-8°. ½ Seite. Mit rotem Stempel „J. K. Riess | Handschriftensammlung“ versehen..

Vorrätig

Beschreibung

Rabinowitch-Kempner studierte Naturwissenschaften in Zürich und Bern, wo sie 1894 mit der Arbeit Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der Fruchtkörper einiger Gastromyceten promoviert wurde, und arbeitete dann bis 1903 unter Robert Koch an dessen Institut für Infektionskrankheiten. Von 1896-99 war sie außerdem Dozentin für Bakteriologie am Medical Women’s College Philadelphia. 1902 unternahm sie eine Studienreise zur Erforschung der Pest in Odessa und war 1903-20 Mitarbeiterin Johannes Orths am Pathologischen Institut der Charité in Berlin. 1912 erhielt R.-K. als erste Frau den ordentlichen preuß. Professorentitel und war 1920-30 Leiterin des Bakteriologischen Laboratoriums des Berliner Krankenhauses Moabit. 1933 wurde sie aus allen Funktionen entlassen. Bekannt wurden vor allem ihre Forschungen über Tuberkulose, besonders ihre Arbeiten zur Prophylaxe bei Säuglingen durch Kontrolle der Milch. R.-K. war seit 1913 Herausgeberin der „Zeitschrift für Tuberkulose“ und der „Tuberkulose-Bibliothek“. 1899 gründete sie den Verein zur Gewährung zinsfreier Darlehen an studierte Frauen.