Zirkel, Ferdinand, Mineraloge und Geologe (1838-1912).

200,00 

Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Leipzig, 17. II. 1881, Gr.-4°. 2 Seiten. Doppelblatt.

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Beschreibung

Als Dekan an einen Pastor in Schönschrift: „[…] Verehrungswürdiger Jubilar! An Ihrem heutigen Ehrentage, an welchem es Ihnen beschieden ist, die halbhundertjährige Wiederkehr des Tages Ihrer Leipziger Promotion zu feiern, fühlt sich die philosophische Facultät, welche Ihnen einst die Doctorwürde ertheilt hat, freudigen Herzens gedrungen, Ihnen die aufrichtigsten und ehrerbietigsten Glückwünsche darzubringen. Nach alter Sitte erneuert sie bei dieser seltenen Gelegenheit das Diplom, welches zugleich mit diesen Zeilen in Ihre Hände gelangt. Die philosophische Facultät nimmt innigen Antheil an der überaus grossen Befriedigung, mit welcher einer ihrer trefflichen alten Commilitonen heute gerechterweise auf ein pflichtgetreues und erfolgreiches Leben im Dienste edelster Humanität zurückblicken darf; sie erbitten vom Allmächtigen, dass er diesem wahrhaft verehrungswürdigen Manne frohe und ungetrübte Jahre noch lange bescheren möge […]“ – Zirkel folgte 1870 einem Ruf als Professor nach Leipzig, wo er auch Direktor des Mineralogischen Universitätsmuseums war. Größere geologische Studienreisen unternahm er nach Schottland, in die Pyrenäen, nach Rußland und (1874) nach Nordamerika zum Zweck der Untersuchung der bei der geologischen Durchforschung des 40. Breitengrades gesammelten Gesteine. Im Winter 1894/95 bereiste er Ceylon und Indien. Er leistete Pionierarbeit bei der mikroskopischen Untersuchung von Mineralien und Gesteinen.