Eckersberg, Else, Schauspielerin (1895-1989).

2 eigenhändige Briefe mit Unterschrift Neureichenau, 25. II. und 21. XI. 1980, Fol. Zus. 7 Seiten.

220,00 

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Beschreibung

Sehr inhaltsreiche und persönliche Briefe an den Schriftsteller Paul Elbogen und dessen Frau – I. „[…] Welch dummes Wesen ich aber bis jetzt war, gerade ich, die soviel ‚Herz‘ hat, dass sie daran sehr sehr leidet, weil keine Widerstandskraft gegen Wehtum in mir ist […] Und, dass Sie meinen, dass meine vermaledeite Lärmempfindlichkeit eine eingebildete Sache sei, das ist ein gr. Irrtum von Ihnen, 3 Psychiater habe ich auf Bitten meines Mannes aufgesucht, das war aber eine glatte Pleite […] weil meine Kindheit voller Ereignisse war, die ich wohl nicht verkraftete […]“ – II. (21. XI. 1980): „[…] Was werden Sie empfinden über die Wahl Reagan bei Ihnen? Der ist doch recht conservativ oder gibt er sich nur so? Leider war ja Carter kein fähiger Politiker […] Erst als die Nazis kamen u. ich einen Auspuff für meine Verzweiflung brauchte, da entstand der erste Versuch ‚Ich habe einen Engel gesehen‘ […]“ – Else Eckersberg spielte am Deutschen Theater bei Max Reinhardt. 1958 veröffentlichte sie ihre Memoiren unter dem Titel „Diese volle Zeit“.