Mann, Friedrich, Onkel Thomas Manns (1947-1926).

Gedruckte Anzeige und gedruckter Leserbrief, als Protest gegen das Erscheinen der Buddenbrooks. Ohne Ort und Jahr, (Oktober 1913), Verschiedene Formate.

400,00 

Vorrätig

Beschreibung

„Es sind mir im Laufe der letzten 12 Jahre durch die Herausgabe der ‚Buddenbrocks‘, verfasst von meinem Neffen, Herrn Thomas Mann in München, dermassen viele Unannehmlichkeiten erwachsen, die von den traurigsten Konsequenzen für mich waren, zu welchen jetzt noch die Herausgabe des Alberts’schen Buches ‚Thomas Mann und seine Pflicht‘ tritt. Ich sehe mich deshalb veranlasst, mich an das lesende Publikum Lübecks zu wenden und dasselbe zu bitten, das oben erwähnte Buch gebührend einzuschätzen. Wenn der Verfasser der ‚Buddenbocks‘ [sic!] in karikierender Weise seine allernächsten Verwandten in den Schmutz zieht und deren Lebensschicksale eklatant preisgibt, so wird jeder rechtdenkende Mensch finden, dass dieses verwerflich ist. Ein trauriger Vogel, der sein eignes Nest beschmutzt […]“. – Beiliegend ein Leserbrief, in dem es u.a. heißt: „Ich entstamme einer angesehenen Familie Lübecks, und es lag kein Grund vorhanden, dem Buche noch die Ergänzung ‚der Untergang einer Patrizierfamilie‘ beizufügen […]“. – Friedrich Wilhelm Leberecht Mann war der Onkel von Heinrich und Thomas Mann und diente lals Vorlage für die Figur des Christian Buddenbrook. Seine Biographie weist zahlreiche Parallelen zum Romanhelden auf. – Ein weiterer Zeitungsausschnitt als Beilage.