Buber, Martin, Religionsphilosoph (1878-1965).

3.800,00 

19 eigenhändige Briefe mit Unterschrift, 2 Manuskripte und 3 masch. Briefe mit eigenhändiger Unterschrift Jerusalem, Heidelberg, Tübingen, Princeton, 1952 bis 1964, Dazu ein eigenh. Schriftstück von Jakob Hegner, Crocifisso-Lugano, 16. VIII. 1952. Fol. und 4°. Zusammen ca. 27 Seiten, darunter zahlreiche Luftpost-Faltbriefe..

Vorrätig

Beschreibung

Eindrucksvolles Zeugnis der Zusammenarbeit zwischen Autor und Verleger für die „Ausgabe letzter Hand“ der berühmten Buber-Rosenzweig Bibelübersetzung. An den Verlag Jakob Hegner in Köln. – Seit 1925 arbeitete Martin Buber zusammen mit Franz Rosenzweig an der Übersetzung der Heiligen Schrift ins Deutsche. Ihr Ziel war die sprachlich genaue Übertragung des hebräischen Urtextes unter Wahrung seines vollen Bedeutungsreichtums. Gelungen ist Buber, der das Werk nach Rosenzweigs Tod 1929 fortsetzte, eine hervorragende sprachschöpferische Leistung und eine der bedeutendsten Bibelübersetzungen. Von 1954 bis 1962 überarbeitete er den Text für eine „Ausgabe letzter Hand“ im Verlag Jakob Hegner. Die Arbeit daran ist in vorliegenden Briefen dokumentiert. – Zum Beispiel: „Ich habe an Herrn Hegner nach Lugano wegen der dringenden Frage geschrieben, die ich Ihnen während meines Aufenthalts dort vorgelegt habe: in welcher Weise der Einheitscharakter des Werkes ‚Die Schrift‘ in allen 4 Bänden gleichmässig gekennzeichnet sein soll. Eine solche Kennzeichnung des Werkes als eines Ganzen, wenn auch ohne Nummerierung der Bände, ist unerlässlich“ (27. VII. 1954). – „Mit einiger Bestürzung (denn die Arbeit an der 3. Korrektur der Seiten 177-336 hat mich mehr als 50 volle Stunden gekostet) erfahre ich aus Ihrem Brief vom 27. 1., dass Sie diese Korrektur bis dahin noch nicht erhalten hatten. Sie ist an sie am 20. Januar (die letzte folgte dann am 24.) als eingeschriebene Luftpostsendung abgegangen; die in meinen Händen befindliche Empfangsbestätigung des Hauptpostamts Jerusalem trägt die Nummer 4559. Ich möchte doch hoffen, dass Sie sie inzwischen erhalten haben und ich die ungeheure Arbeit nicht noch einmal machen muss“ (3. II. 1954). – „Die Schrift Bd. III und IV | Ich sende Ihnen heute zwei Luftpost-Drucksachen, und zwar: 1) III. Bd. 2. Korrektur S. 405-587, d.h. bis zum Schluss des Buches Jecheskel, 2) Sonderausgabe Psalmen (‚Das Buch der Preisungen‘) Druckmanuskript S. 1-160 (Ps. I-XXXI). Der mir in ihrem Brief vom 8. angekündigte Revisionsabzug S. 1-176 ist noch nicht eingetroffen, doch gehen Drucksachen jetzt langsamer als Briefe […] Bd. III S. 335 Z. 5 von unten soll es statt ‚Nicht mehr sollen sich sein Fremde bedienen:‘ heißen: Nicht mehr sollen Auswärtige sein sich bedienen“ (14. XI. 1957). – „Da ich in den letzten Wochen einige Anfragen wegen der Dauer der gemeinsamen Arbeit an der Schrift-Übertragung erhalten habe, bitte ich Sie, soweit noch möglich, der Gesamtauflage von ‚Bücher der Kündung‘ einen Zettel mit 6 dem untenstehenden Text beizulegen […] Als Franz Rosenzweig 1929 starb, war die Übertragung der Schrift bis Jesaja Kap. 53 gediehen. Sie ist dann von Martin Buber allein fortgeführt worden“ (20. IV. 1958).