Thelen, Albert Vigoleis, Schriftsteller (1903-1989).

Eigenh. Brief mit U. "Vigo +". Dülken am Niederrhein, 10. II. 1988, Fol. 2 Seiten.

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Beschreibung

An seine Freunde H. und E. Meyer in der Schweiz: „Amigos, hier der Eite[l]fr. [Der Verleger Helmut] Friel[inghaus] hat ihn endlich geschickt, – und kein Wort, dass er Claassen verlässt. * Beatrice geht es ziemlich schlecht, es wird Wochen dauern, ehe man sie auf die Beine gebracht hat. – Heute fragte ich den Dr.: ob die Lage beunruhigend sei (da sie gestern eine Krise hatte): „Augenblick nicht.“ * Mir geht es mies, ich bin todmüde und kann kaum noch auf den Beinen stehen. 1 x am Tag werde ich im Fahrstuhl ins Spital gebracht, die Abstände sind groß. Wie lange ich das noch aushalte, weiß ich nicht, ich liege, wenn es nur geht, erschöpft wie nie, was Beatrice sehr beunruhigt, – ich kann’s nicht verbergen. Vale! Salve! […]“ – Mit „Eitelfr.“ ist der Bibliothekar und Sittenhistoriker Eitel Friedrich Ziehlke gemeint; Thelen hat seinen Brief auf der Rückseite einer Photokopie des Briefes von Ziehlke an ihn vom 21. Januar 1988 geschrieben. – Im Oktober 1986 war Thelen in das Dülkener Seniorenheim St. Cornelius übersiedelt, wo er am 9. April 1989 starb.