Waldoff, Claire (eigentlich Clara Wortmann), Schauspielerin und Diseuse (1884-1957).

Eigenh. Brief mit U. Bayrisch-Gmain, 11. I. 1954, 4°. 2 Seiten. Briefkopf.

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Beschreibung

An Käthe Voigtländer: „[…] Natürlich erinnern wir uns noch sehr wohl Ihrer von Lahmann [Sanatorium, Weißer Hirsch bei Dresden] her. Wir haben auch alles verloren in den Berliner Bombennächten und leben nun seit einigen Jahren hier an der Grenze in Bayr. Gmain, 5 Min von Bad Reichenhall, nahe von Berchtesgaden und Salzburg; es ist das letzte kl. Haus von Bayern, und spucke auf das jenseitige Ufer [des Weißbach] von Österreich. Unser kl. Haus war früher unser Sommerhaus und nun sind wir glücklich eine Heimat zu haben, wo doch das ganze Bayr. Viertel in Berlin verbrannt ist. Ich habe bitterlich geweint, daß unser liebes Berlin und das herrliche Dresden versunken sind [… weiter über Albert Lahmann …] Auf dem Rißweg wollte auch eine alte Freundin von mir, damals Lotte Crusius am damaligen Dresdner Schauspielhaus, eine ausgezeichnete Schauspielerin, sie wohnte mit ihrem Mann in einem rosa Haus […] Hier kommt für 1954 mein und Ihr Leitspruch: ‚Ich bin ein Optimist. | Wenns noch so duster ist, | Ich seh ein bisschen Licht – | Und ich verzage nicht! […] Viele liebe Grüße von Ihrer Claire Waldoff und Else von Roeder“. – Beiliegend ein verlagsprospekt zu ihremn Buch „Weeste noch …“! mit eigenh. Beschriftung.