Zweig, Stefan, Schriftsteller (1881-1942).

Eigenh. Brief mit U. Wien, 7. V. 1912, Gr.-8°. 2 1/2 Seiten. Doppelblatt mit Monogramm nach E. M. Lilien.

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Beschreibung

Wegen der Uraufführung seines Einakters „Der verwandelte Komödiant“ in Breslau am 5. Mai 1912: „Verehrter Herr Doktor, wie leid war es mir ferne sein zu müssen, aber wir hatten einen Familientag, bei dem ich nicht fehlen durfte. Ich war angenagelt und musste so auch einer andern Absicht untreu werden, zu einer der Aufführungen von Verhaerens Helena de Sparte nach Paris zu fahren. Das Stück ist mir gewidmet und ich bin ganz unglücklich, es nicht sehen zu dürfen, so wie ich auch Breslau nur mit äußerstem Bedauern versäumt habe. Nun […] will ich Ihnen von Herzen nochmals für alle Ihre Freundlichkeit danken und Sie bitten auch den Schauspielern meinen Dank zu sagen. Die flüchtigen Worte, die ich eben in den Zeitungen las, beruhigen mich darüber, dass Ihr Vorschlag mein Stück zu bringen, dem Publicum behagt hat und ich bitte Sie nur zu glauben, dass ich die Fähigkeit zur Dankbarkeit wirklich besitze und immer Ihrer in herzlichster Weise für diese Ihre Bemühung gefenken will. Sind Sie dieses Jahr wieder in Ostende, so bitte schreiben Sie es mir nach Wien. Ich werde bei Verhaeren sein und käme gern hinüber, Sie zu besuchen und bitte Sie auch, wenn Sie nächstens nach Wien kommen, meiner nicht vergessen zu wollen. Wir haben im Juni eine prachtvolle Musikwoche, die eine Reise wohl wert ist: da wäre es mir eine Freude, Ihnen noch manches zuegen zu dürfen, was Sie noch nicht kennen […]“ Vgl. Stefan-Zweig-Handbuch, S. 120. – Ungedruckt in Briefe Bd. I. – Die Schriftzügen auf der ersten und dritten Seite des Briefe stark verblasst, aber eben noch gut lesbar.