Mann, Thomas, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955).

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Maschinengeschriebener Brief mit Eigenhändigen Korrekturen und Unterschrift „Thomas Mann“. Zürich, Waldhaus Dolder, 3. X. (recte: XI). 1952, Fol. 1 Seite. Wasserzeichen. Mit masch. und frankiertem Umschlag.

Vorrätig

Beschreibung

An den Schriftsteller Wolfgang Schneditz (1910-1964) in Salzburg: „[…] Umgehend beantworte ich Ihren freundlichen Brief vom 1. November, kann aber auf Ihre verlockende Einladung im Augenblick beim besten Willen nicht eingehen. Viel zu viel habe ich für meine Jahre schon auf mich genommen: unmittelbar auf München folgte ein Abend in Bern, in den nächsten Tagen müssen wir nach Frankfurt zur Hauptmann-Feier, dann schliesst sich nur allzu schnell Wien an, wo wir über eine Woche bleiben müssen und wo es fürchterlich hoch herzugehen droht. Wenn ich diese Abenteuer glücklich überstanden habe, muss ich mich unbedingt eine ganze Weile ruhig halten und vielleicht auch ein bisschen arbeiten. Aber wir bleiben ja unbestimmt lange im Erdteil, und es findet sich gewiss auch noch einmal eine Möglichkeit zu einer Salzburger Lesung. Über die gelungenen Bilder haben wir uns herzlich gefreut, und besonders finde ich, dass Ihre Gattin ihre Sache vortrefflich gemacht hat. Mit den schönsten Grüssen von uns zu Ihnen […]“ – Bei der Feier zu Gerhart Hauptmanns 90. Geburtstag am 9. November 1952 hielt Thomas Mann die Gedenkrede. Von 17.-26. November war Thomas Mann in Wien, hielt auf Einladung des österreichischen PEN-Clubs den Vortrag „Der Künstler und die Gesellschaft“ und gab eine Presse-Konferenz (vgl. sein Brief an Agnes E. Meyer, 8. Februar 1953; Briefe III, S. 289). Über den erwähnten Besuch in Gastein am 1. September 1952, bei dem auch fotografiert wurde, berichtete Wolfgang Schneditz in seinem Buch „Begegnung mit Zeitgenossen“ (1959; S. 23 ff.). – Druck: Jb. d. Wiener Goethe-Vereins (1968).