Hesse, Hermann

Schriftsteller, Maler und Nobelpreisträger (1877-1962)

Hesse, Hermann

Hesse wurde bekannt durch seine Romane „Der Steppenwolf“ und „Das Glasperlenspiel“. Der Sohn pietistischer Missionare wuchs im württembergischen Calw auf. Seit 1891 besuchte er das evangelisch-theologische Seminar im Kloster Maulbronn, das er 1892 heimlich verließ, weil er „entweder ein Dichter oder gar nichts“ werden wollte. Hesse kam in die Nervenheilanstalt in Stetten, dann auf das Gymnasium in Cannstatt. 1895 begann er eine Buchhändlerlehre in Tübingen. Noch als Buchhändler veröffentlichte er im Herbst 1898 sein Erstlingswerk „Romantische Lieder“. Nach mehreren Stationen in Basel, Italien, Indien, Gaienhofen und Bern wohnte er in Montagnola, zunächst in der Casa Camuzzi, dann in der Casa Rossa. 1904 heiratete Hesse Maria Bernoulli, im selben Jahr gelang ihm mit „Peter Camenzind“ der Durchbruch. Psychische Krisen führten 1923 zur Scheidung, die drei Söhne Bruno, Martin und Heiner wurden teilweise in Pflege gegeben. Nach einer kurzen Ehe mit Ruth Wenger 1925 lernte Hesse Ninon Dolbin (geb. Ausländer) kennen, die beiden heirateten 1933. Hesses wichtigste Werke (Auswahl): Demian (1919), Klingsors letzter Sommer (1920), Siddhartha (1922), Der Steppenwolf (1927), Narziß und Goldmund (1930), Das Glasperlenspiel (1943). Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit ist Hesse auch als Maler bekannt. Viele seiner Gedichte illustrierte er mit Aquarellen.

Quelle: Wikipedia