Bildhauer und Grafiker (1889-1981)
Gerhard Marcks war ein deutscher Bildhauer und Grafiker. Er wirkte von 1919 bis 1924 als Lehrer am Staatlichen Bauhaus in Weimar und ab 1925 als Leiter der Bildhauerklasse an der Kunstschule Burg Giebichenstein in Halle, deren Rektorat er 1928 übernahm. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten entlassen, die seine Werke in der Ausstellung „Entartete Kunst“ diffamierten. 1945 erhielt er einen Ruf an die Landeskunstschule in Hamburg, ab 1950 arbeitete er freischaffend. 1971 wurde das Gerhard-Marcks-Haus in Bremen eröffnet, das seinen künstlerischen Nachlass verwaltet.
Quelle: Wikipedia
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Marcks, Gerhard, Bildhauer und Graphiker (1889-1981).
3 eigenhändige Briefe mit Unterschrift Köln, 15. I. 1973, 14. Xi: 1973 und 3. XII. 1973, Fol. 3 Seiten, mit einer Originalzeichnung. 1 Gegenbrief (Typoskript-Durchschlag), datiert Bruchsal 30. XI. 1973 als Beilage. Gelocht.
340 €
Schöne Brieffolge an den Fabrikanten und Kunstsammler Ruprecht Weise (geb. 1914): "[...] Mein Alter legt mir eine Inventur nahe. Dabei fand ich unter meinen Zeichjnungen einige Porträtversuche Ihrer Eltern, eine Zeichnung nach Ihrer Mutter, etwa von 1927, und einige, die ich von Ihrem Vater bei 2 Besuchen hier in Köln in den 50er Jahren machte. Darf ich Ihnen damit eine kleine Freude machen? [...]" (16. I. 1973). - "[...] Hier kommt eine kleine Sängerin - ob's die richtig ist? Das Thema bin ich im Lauf der Jahre öfters angegangen- Ihr Preis: 5000 DM. Ich hoffe bis zum Jahresende einigermassen Ordnung in meine Plastik und Graphik zu bringen, mit Hilfe der Kunsthändler Nierendorf (Karsch) in Berlin, Vömel in Düsseldorf und Handstein in Köln. Gallerie Hoffmann wird 'ausgehüngert' ...
Schöne Brieffolge an den Fabrikanten und Kunstsammler Ruprecht Weise (geb. 1914): "[...] Mein Alter legt mir eine Inventur nahe. Dabei fand ich unter meinen Zeichjnungen einige Porträtversuche Ihrer Eltern, eine Zeichnung nach Ihrer Mutter, etwa von 1927, und einige, die ich von Ihrem Vater bei 2 Besuchen hier in Köln in den 50er Jahren machte. Darf ich Ihnen damit eine kleine Freude machen? [...]" (16. I. 1973). - "[...] Hier kommt eine kleine Sängerin - ob's die richtig ist? Das Thema bin ich im Lauf der Jahre öfters angegangen- Ihr Preis: 5000 DM. Ich hoffe bis zum Jahresende einigermassen Ordnung in meine Plastik und Graphik zu bringen, mit Hilfe der Kunsthändler Nierendorf (Karsch) in Berlin, Vömel in Düsseldorf und Handstein in Köln. Gallerie Hoffmann wird 'ausgehüngert' [...]" (14. XI. 1973). - "Diesmal also ging's daneben. Aber bei meinem besten Willen wird es nicht einfach sein, die 'richtige' zu erwischen - denn Alle Bronzen sind in Rinteln, wohin mein Giesser sie vor der Tollwut von Frau Hoffmann gerettet hat, und gehn von dort an die 3 Gallerien Vömel Karsch und Hanstein. Wie soll ich mir einen Überblick verschaffen? war Ihre Sängerin etwa im Format der zurückgegangenen, d. h. gerade senkrecht, oder war sie eingeschnürt in der Mitte, so [Zeichnung] ohne Füsse? [...]" (3. XII. 1973). - Ruprecht Weise und seine Familie führten einen jahrzehntelangen Streit mit Lothar Günter Buchheim über die Rückgabe von Gemälden, die dieser als Leihgabe von der Familie erhalten hatte. - Beiliegend eine Porträt-Lithographie.
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Marcks, Gerhard, Bildhauer und Graphiker (1889-1981).
2 eigenhändige Briefe mit Unterschrift Hof Gastein und Köln Müngersdorf, 16. VII. und 24. IX. 1961, Fol. 2 Seiten, gelocht.
200 €
An den Fabrikanten Ruprecht Weise (geb. 1914), kurz vor und nach dem Bau der Berliner Mauer und nach dem Tod seines Vaters, dem Kunstsammler Felix Weise (1876-1961): "[...] Ich denke an eine Kalksteinplatte, die sich mit der Betonfigur verträgt, etwa 100 * 150 com, 20 cm stark. Die Figur bekommt ein zurückspringendes Postament von 20 cm Höhe. Um sie haltbar zu machen, müsste der Konservator sie im warmen Raum oder bei Sommersonne mit 50° warmem Leinöl anstreichen. Platz für die Namen ist ja genug. [...] Ihre Frau Mutter schreibt, dass sie meine Puppen gern bei sich behalten wolle - das ist doch selbstverständlich! Die Hallenser werden ja wohl kein 2tes Autodafé damit anrichten. Muss die Graphik verkauft werden? [...] Ich hätte Ihren lieben Eltern gern noch mehr davon geschickt ...
An den Fabrikanten Ruprecht Weise (geb. 1914), kurz vor und nach dem Bau der Berliner Mauer und nach dem Tod seines Vaters, dem Kunstsammler Felix Weise (1876-1961): "[...] Ich denke an eine Kalksteinplatte, die sich mit der Betonfigur verträgt, etwa 100 * 150 com, 20 cm stark. Die Figur bekommt ein zurückspringendes Postament von 20 cm Höhe. Um sie haltbar zu machen, müsste der Konservator sie im warmen Raum oder bei Sommersonne mit 50° warmem Leinöl anstreichen. Platz für die Namen ist ja genug. [...] Ihre Frau Mutter schreibt, dass sie meine Puppen gern bei sich behalten wolle - das ist doch selbstverständlich! Die Hallenser werden ja wohl kein 2tes Autodafé damit anrichten. Muss die Graphik verkauft werden? [...] Ich hätte Ihren lieben Eltern gern noch mehr davon geschickt [...]" (16. VII. 1961). - "[...] Es sieht mir so ein bisschen nach dem Hornberger Schiessen aus - aber ich glaube, es ist das Richtige die Figur nicht auf das Grab zu stellen. Aber die Grabstelle könnte man ja würdig und einfach gestalten! [...] Können Sie mir ein Foto und einen Plan der Umgebung verschaffen? Und dann bitte: die Daten! Felix Ernst Weise * + [...] Dass sich Ihre Frau Mutter für ihre letzten Tage nicht verpflanzen lassen wil, ist ja nur begreiflich. Sie kann doch im Hause bleiben - oder kriegt sie da Partei-Einquartierung? [...]" (4. IX. 1961). - Ruprecht Weise ist der Sohn des Fabrikanten und Kunstsammlers Felix Weise (1876-1961), der mit vielen expressionistischen Malern befreundet war und seine bedeutende Sammlung über die Zeit des Nationalsozialismus rettete. 1949 wurde das Maschinenbau- und Pumpenunternehmen in Halle, gegründet vom Großvater Rudolf Ernst Weise (1844-1935), von den sowjetischen Besatzern enteignet. Ruprecht Weise führte den Familienbetrieb zunächst in Stuttgart, dann in Bruchsal weiter. Der Familiensitz, die Villa Weise in Halle, steht heute unter Denkmalschutz. Teile der Kunstsammlung gelangte mit Hilfe Lothar Günter Buchheims in den Westen. Mit Buchheim führte die Familie einen jahrelangen Rechtsstreit um die Restitution der Leihgaben aus Familienbesitz. (Berliner Morgenpost 10. VII. 1997).
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Marcks, Gerhard, Bildhauer und Graphiker (1889-1981).
2 eigenhändige Briefe mit Unterschrift Köln Müngersdorf, 13. XI. 1951 und 27. I. 1956, Fol. 2 Seiten, gelocht.
200 €
An den Fabrikanten Ruprecht Weise (geb. 1914): "[...] Ich habe mich schrecklich gefreut, Ihren Vater so frisch und - bis auf die Magendiät - unverändert bei uns zu sehen. Er erzählte, daß Sie mit Kunsthändlern in Verbindung stehn, wegen des Verkaufs eines oder des anderen Bildes von E. L. Kirchner. Ich komme gerade aus Mannheim. Die dortige Kunsthalle, bekannt wegen ihrer Franzosen-Sammlung, such einen guten Kirchner der mittleren Zeit. Ich schreibe Ihnen dies, weil Sie über den Kunsthandel meist sehr viel einbüssen und ich Dr. Passarge, den Museumsleiter als einen korrekten und zuverlässigen Charakter seit langem Kenne. Ihrem Vater kann ich dies nicht ohne Risiko nach Halle schreiben, vielleicht wissen Sie einen gefahrlosen Nachrichtenweg [...]" (13. XI. 1951). - "[...] Ich ...
An den Fabrikanten Ruprecht Weise (geb. 1914): "[...] Ich habe mich schrecklich gefreut, Ihren Vater so frisch und - bis auf die Magendiät - unverändert bei uns zu sehen. Er erzählte, daß Sie mit Kunsthändlern in Verbindung stehn, wegen des Verkaufs eines oder des anderen Bildes von E. L. Kirchner. Ich komme gerade aus Mannheim. Die dortige Kunsthalle, bekannt wegen ihrer Franzosen-Sammlung, such einen guten Kirchner der mittleren Zeit. Ich schreibe Ihnen dies, weil Sie über den Kunsthandel meist sehr viel einbüssen und ich Dr. Passarge, den Museumsleiter als einen korrekten und zuverlässigen Charakter seit langem Kenne. Ihrem Vater kann ich dies nicht ohne Risiko nach Halle schreiben, vielleicht wissen Sie einen gefahrlosen Nachrichtenweg [...]" (13. XI. 1951). - "[...] Ich hätte grosse Lust, die Zeichnung von Giebichenstein zu kaufen, aber bin z.Z. nicht finanzkräftig. Sie müsste ja nach Halle! Aber am Museum macht die Währung wohl den Kauf unmöglich. Und Ihr Vater hätte gewiss auch grosse Freude an diesem Bild von der alten Burg. Wissen Sie Rat? [...]." (27. I. 1956) - Ruprecht Weise ist der Sohn des Fabrikanten und Kunstsammlers Felix Weise (1876-1961), der mit vielen expressionistischen Malern befreundet war und seine bedeutende Sammlung über die Zeit des Nationalsozialismus rettete. 1949 wurde das Maschinenbau- und Pumpenunternehmen in Halle von den sowjetischen Besatzern enteignet. Ruprecht Weise führte den Familienbetrieb zunächst in Stuttgart, dann in Bruchsal weiter. Der Familiensitz, die Villa Weise in Halle, steht heute unter Denkmalschutz. Teile der Kunstsammlung von Felix Weise gelangten mit Hilfe Lothar Günter Buchheims in den Westen. Die Familie führte später einen jahrelangen Rechtsstreit mit Buchheim über die Restitution der Leihgaben, darunter auch Kirchner-Gemälde.
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Marcks, Gerhard, Bildhauer und Graphiker (1889-1981).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Köln-Müngersdorf, 15. VII. 1968, Fol. 1 Seite. Gelocht.
200 €
An den Kunsthistoriker und Museumsdirektor Otto H. Förster in Köln, dem Marcks sein Mitgefühl zum Tode seiner Frau ausdrückt. Försters verstorbene Frau Antonia Johanna, genannt Tony, geb. Schnitzler, hatte eine bedeutende Rolle im Geistesleben der Stadt Köln gespielt: "[...] das Bewusstsein, dass die Zeit unsrer Generation nun abgelaufen ist und wir mit dem Tode aller alten Freunde, bis zum eigenen, in Kürze fest rechnen müssen, gibt uns Kraft und Ruhe zu bestehen [...]" - Dekorativ.An den Kunsthistoriker und Museumsdirektor Otto H. Förster in Köln, dem Marcks sein Mitgefühl zum Tode seiner Frau ausdrückt. Försters verstorbene Frau Antonia Johanna, genannt Tony, geb. Schnitzler, hatte eine bedeutende Rolle im Geistesleben der Stadt Köln gespielt: "[...] das Bewusstsein, dass die Zeit unsrer Generation nun abgelaufen ist und wir mit dem Tode aller alten Freunde, bis zum eigenen, in Kürze fest rechnen müssen, gibt uns Kraft und Ruhe zu bestehen [...]" - Dekorativ.
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Marcks, Gerhard, Bildhauer (1889-1981).
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift Ohne Ort [Berlin], Bismarckstr. 2, 8. III. 1937, Gr.-4°. 1/2 Seite.
150 €
An Herrn Riemerschmidt: "[...] Beiliegenden Zettel hängen Sie bitte der großen Gypsfigur um, die in die Akademie soll. Eine Kiste hatte ich 1934 für sie machen lassen [...]" - Mit Randschäden und kleinen Löchern ohne Buchstabenverlust.An Herrn Riemerschmidt: "[...] Beiliegenden Zettel hängen Sie bitte der großen Gypsfigur um, die in die Akademie soll. Eine Kiste hatte ich 1934 für sie machen lassen [...]" - Mit Randschäden und kleinen Löchern ohne Buchstabenverlust.
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Marcks, Gerhard, Bildhauer und Graphiker (1889-1981).
Eigenh. Postkarte mit Unterschrift Halle, 29. X. 1932, 1Seite.
100 €
An Rudolf Walther in Halle: "[...] Hierdurch teile ich Ihnen mit, daß ich prinzipiell keine Autogramme verteile. Ergebenst G. Marcks [...]".An Rudolf Walther in Halle: "[...] Hierdurch teile ich Ihnen mit, daß ich prinzipiell keine Autogramme verteile. Ergebenst G. Marcks [...]".
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