Beschreibung
Schöne Brieffolge an den Fabrikanten und Kunstsammler Ruprecht Weise (geb. 1914): „[…] Mein Alter legt mir eine Inventur nahe. Dabei fand ich unter meinen Zeichjnungen einige Porträtversuche Ihrer Eltern, eine Zeichnung nach Ihrer Mutter, etwa von 1927, und einige, die ich von Ihrem Vater bei 2 Besuchen hier in Köln in den 50er Jahren machte. Darf ich Ihnen damit eine kleine Freude machen? […]“ (16. I. 1973). – „[…] Hier kommt eine kleine Sängerin – ob’s die richtig ist? Das Thema bin ich im Lauf der Jahre öfters angegangen- Ihr Preis: 5000 DM. Ich hoffe bis zum Jahresende einigermassen Ordnung in meine Plastik und Graphik zu bringen, mit Hilfe der Kunsthändler Nierendorf (Karsch) in Berlin, Vömel in Düsseldorf und Handstein in Köln. Gallerie Hoffmann wird ‚ausgehüngert‘ […]“ (14. XI. 1973). – „Diesmal also ging’s daneben. Aber bei meinem besten Willen wird es nicht einfach sein, die ‚richtige‘ zu erwischen – denn Alle Bronzen sind in Rinteln, wohin mein Giesser sie vor der Tollwut von Frau Hoffmann gerettet hat, und gehn von dort an die 3 Gallerien Vömel Karsch und Hanstein. Wie soll ich mir einen Überblick verschaffen? war Ihre Sängerin etwa im Format der zurückgegangenen, d. h. gerade senkrecht, oder war sie eingeschnürt in der Mitte, so [Zeichnung] ohne Füsse? […]“ (3. XII. 1973). – Ruprecht Weise und seine Familie führten einen jahrzehntelangen Streit mit Lothar Günter Buchheim über die Rückgabe von Gemälden, die dieser als Leihgabe von der Familie erhalten hatte. – Beiliegend eine Porträt-Lithographie.








